Uli Hoeneß predigte Wasser in Sachen Steuergerechtigkeit und -ehrlichkeit, trank in Wirklichkeit Wein und versteckte seine vielen Millionen in der Schweiz. Als Präsident des FC Bayern München warnte Hoeneß erst vor kurzem medienwirksam vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft und "spanischen Verhältnissen" in der Bundesliga. Wen wundert es eigentlich jetzt noch, dass auch diese Aussage nur Lippenbekenntnisse waren?

Mit der Verpflichtung von Jungstar Mario Götze von Rivale Borussia Dortmund verfahren die Bayern weiter wie seit jeher - die eigenen Reihen schließen und stärken und den Gegner dabei möglichst erheblich schwächen. Wer tatsächlich Solidarität oder Zurückhaltung vom "Mia san Mia"-Club aus München erwartet hatte, wird in den Bundesliga-Chroniken seit 30 Jahren eines Besseren belehrt. Götze ist ein weiterer Name in einer langen Reihe mit Matthäus, Klose, Ballack, Gomez oder Neuer. Erst hat sich Hoeneß entlarvt, jetzt ein weiteres Mal der FC Bayern.