Die Kleingärtner machen ernst: Neben ihren Parzellen wollen sie künftig auch im Stadtrat umgraben. Die in ihren Augen unsinnigen Eigenheimpläne für ihr Gartenland sollen auf den Komposthaufen. Richtig so? Darüber lässt sich streiten. Dass die Gärtner das künftig mit Politikern tun wollen, kann den politischen Wettbewerb in Magdeburg nur fördern.

Ein gewisses Maß an Sympathie und Unterstützung hat die Gartenpartei sicher: Jeder siebte Magdeburger ist Kleingärtner. Der Einzug in den Stadtrat ist kein unrealistisches Ziel. Dort dürfte die Arbeit allerdings schwerer werden, als es sich die Mitglieder derzeit vorstellen. Manche Wünsche scheinen naiv, einige der Ziele sind auf kommunaler Ebene nicht umsetzbar.

Trotzdem: Man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben. Warum nicht auch die Gartenpartei? Dass sie sich bereits mit der Gründung auch anderen Zielen als dem besonderen Schutz der Gartenvereine verschreibt, ist kein schlechter Anfang.