Die Wogen nach den Müllskandalen in den Tongruben von Möckern und Vehlitz haben sich noch lange nicht geglättet, da bahnt sich im Jerichower Land schon die nächste Müllaffäre an. Wieder muss die Staatsanwaltschaft ermitteln, wieder geben sich Beteiligte und Behörden bei der Aufklärung wortkarg.

Und so bleiben viele Fragen offen. Wollen die Deponie-Betreiber Schlacke wiederverwerten oder mit deren Lagerung schnelles Geld verdienen? Mysteriös ist zudem die Rolle des Landes. Will es über seine Firmenbeteiligung vom Müllgeschäft profitieren? Kritisch hinterfragt werden müssten dabei auch die Fördersummen der Investitionsbank. Selbst wenn die Schlackenaufbereitung innovativ wäre, würde sich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen, denn drei Millionen Euro sind viel Geld in Zeiten knapper Kassen.

Damit sich die neue Affäre nicht zu einem Skandal auswächst, sollten sich Land und Landkreis nun stärker um Aufklärung bemühen.