EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) fordert mehr Einwanderung und höhere Flüchtlingskontingente. Das löst nicht das Problem. So wünschenswert eine vernünftige Einwanderungspolitik für Deutschland wäre, sie dämmt illegale Grenzübertritte nicht ein. Nur wenige Afrikaner würden scharfen Einwanderungskriterien entsprechen. Ja, Europa kann auch mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber das dämmt den Flüchtlingsstrom nicht ein.

Im Gegenteil: Jede erfolgreiche Flucht sendet ein Signal an die im Elend, die noch 3000 Dollar aufbringen können für eine Überfahrt. Weltweit sind etwa 45 Millionen Menschen auf der Flucht. Viel mehr würden auswandern, wenn sie könnten. Die von Schulz geforderten Maßnahmen würden ein paar mehr Menschen die Chance geben, in Europa zu bleiben und die Südländer entlasten. Das ist gut. Der verzweifelte Kampf an den Festungsmauern Europas ginge aber weiter wie bisher. Seine Ursache liegt nicht in Europa.