Ein Fluglotsenstreik hätte vor etwa 20 Jahren nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten wie heutzutage. Aber wenn jetzt die ganze Welt unterwegs ist, bekommt der Reisende die Auseinandersetzungen anderer quasi am eigenen Leibe zu spüren. Auch das ist Globalisierung.

Wenn heute – wie in Spanien – Fluglotsen keinen Finger rühren, lassen sie nicht ein paar Zehntausend, sondern Hunderttausende sitzen. Das verstärkt den Druck besonders dann, wenn eine arg gebeutelte Regierung angesichts der Finanzkrise einen harten Sparkurs durchsetzen muss. Sie zieht dabei das ganze Register – also auch Notstandsgesetze und Militärgerichte. Die Bedrängnis muss wirklich sehr groß sein. Weniger groß ist indes die Anteilnahme für jene, die lediglich Gruppeninteressen durchsetzen wollen. Eigene Interessen hat aber jeder – der Lotse, der Reisende, die Regierung ...