Täuscht das, oder gab es tatsächlich noch nie so viele schmucke Weihnachtsmärkte? Die Textil- und Imbissveranstaltungen mit Alibi-Nikolaus auf der Verkaufsbude sind irgendwie out. Vor allem kleine Stadtteil- und Dorfgemeinschaften organisieren inzwischen echte Kulturhöhepunkte, zu denen sich hunderte Besucher hingezogen fühlen.

Woran liegt das? Die Geburt Jesu Christi, die das Weihnachtsfest feiert, werden wohl die wenigsten im Sinn haben, wenn sie mit Freunden Glühwein schlürfen oder den Posaunen lauschen. Aber das Thema Weihnacht ist schon wichtig. Sonst wäre es halb so schön. In der Sehnsucht nach Gemeinschaft, Familie und Wärme, die der Weihnachtsmarkt bedient, schwingt mehr von der christlichen Botschaft mit, als auf den ersten Blick scheint. Und das ist gut so: Auf keinem Volksfest wird sich so wenig geprügelt wie auf dem Weihnachtsmarkt. (Die Seite Drei)