Auf vielen Gabentischen werden diesmal mehr Pakete liegen: Die Händler verkauften im Weihnachtsgeschäft so viel wie seit Jahren nicht. Vor allem warme Kleidung und Schmuck waren gefragt. Der Einzelhandel in Sachsen-Anhalt ist mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Deutschlandweit freuen sich die Einzelhändler über das beste Weihnachtsgeschäft seit Jahren.

Magdeburg/Berlin (dpa/ts). Ein gutes Weihnachtsgeschäft hat für die 400 000 Einzelhändler in Deutschland eine extrem große Bedeutung. Es macht rund ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes aus. In typischen Geschenke-Branchen wie Spielzeug, Uhren, Schmuck, Bücher und Unterhaltungselektronik liegt der Jahresanteil nach HDE-Angaben sogar noch höher. Kein Wunder also, dass sich eine festliche Stimmung ausbreitet, wenn Spielzeughändler und Elektronikhändler von einem Wachstum von rund fünf Prozent sprechen.

"Die Menschen haben sich das Einkaufen von den chaotischen Wetterverhältnissen nicht verderben lassen", bilanziert der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Stefan Genth, und atmet dabei tief durch.

Der Einzelhandel in Sachsen-Anhalt ist mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. "Die Händler haben mehr verkauft als 2009", sagte Knut Bernsen vom Verband der Kaufleute Sachsen-Anhalts in Magdeburg. Umsatzahlen könne er noch nicht nennen. Wegen des Winterwetters seien neben den Klassikern wie Spielsachen, Unterhaltungselektronik, Schmuck und Kosmetik auch oft warme Sachen über die Ladentische gegangen.

Einen Tag vor der Bescherung waren die Geschäfte und Warenhäuser in Sachsen-Anhalt gestern noch einmal gut gefüllt. "Die Leute kamen etwas später als sonst, doch seit dem Mittag ist das Haus voll", sagte der Geschäftsführer des Karstadt-Warenhauses Magdeburg, Rolf Lay. Neben Kleinigkeiten gingen auch noch hochpreisige Waren wie Schmuck über die Ladentische. "Manche Sachen wie Holzschlitten sind nicht mehr zu haben und auch nicht mehr nachzuordern", sagte Lay. Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr gut gelaufen.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte Henrike Lorenz, Managerin des Rathaus-Centers Dessau-Roßlau. Auch einen Tag vor Weihnachten seien noch einmal viele Käufer in die mehr als 90 Geschäfte gekommen. Besonderer Andrang habe in Parfümerien und Buchläden geherrscht. "Es sind mehr Besucher da als sonst, aber der ganz große Andrang ist am Donnerstag ausgeblieben", sagte eine Sprecherin des Einkaufsparks Nova-Eventis an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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