Drei positive Nachrichten passend zu Weihnachten: Der Landkreis unterstützt die Bewerbung Burgs um die Landesgartenschau (Laga) 2018, eigens dafür wurde ein Förderverein gegründet und die Kassenlage der Stadt ist besser als erwartet.

Burg l Mit der Unterstützung des Landkreises im Rücken habe die Kreisstadt im Rahmen der Bewerbung um die Laga einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, sagte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) auf der jüngsten Stadtratssitzung. Am 22. Dezember werden die Bewerbungsunterlagen Landrat Lother Finzelberg übergeben. Der Kreis muss dann die kommunalrechtliche Stellungnahme abgeben; die Vorzeichen dafür hätten sich indessen deutlich gebessert, versicherte Rehbaum. So könne die Stadt für dieses Jahr 5,7 Millionen Euro als Gewerbesteuereinnahmen verbuchen, mit Zinsen würden es rund 6 Millionen sein. Also soviel, wie ursprünglich geplant. Und auch der für 2011 anvisierte Fehlbetrag von 1,8 Millionen Euro könne aller Wahrscheinlichkeit nach durch umfangreiche Sparmaßnahmen doch ausgeglichen werden. "Eine gute Entwicklung", resümierte Rehbaum.

Lothar Finzelberg unterstrich in seinem fertiggestellten Grußwort für die Laga-Bewerbungsmappe, dass eine Laga auch viele Potenziale freisetze. Er schreibt: "Der "Rote Faden\', der sich durch die Landesgartenschau ziehen soll, würde am Ufer der Ihle verlaufen. Erste Anfänge, diese interessante und die Stadt prägende Uferlandschaft zu gestalten, sind bereits getan. Hier weiter zu machen und vom Flickschupark bis zu den Parkanlagen vor dem Bahnhof eine attraktive Naturlandschaft inmitten der Stadt zu schaffen - diese Idee begeistert nicht nur viele Einwohner, auch der Landrat wird dieses Ansinnen uneingeschränkt unterstützen."

In diesen Tenor passt auch die Gründung des Fördervereins Landesgartenschau Burg e.V. unter Vorsitz von Dr. Udo Vogt. Der Verein wolle nicht nur für eine breite Akzeptanz dieses Vorhabens werben, sondern sich auch für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Laga-Flächen einsetzen. "Eine Landesgartenschau bietet große Chancen für die Stadt", sagte Vogt der Volksstimme. "Sicherlich beginnen die eigentlichen Aktivitäten erst richtig, wenn wir hoffentlich als Stadt Burg die Laga ausrichten. Gerade im Sinne der Unterstützung der Bewerbung durch einen breiten Konsens in der Öffentlichkeit ist uns jedes Mitglied herzlich willkommen."

Interessenten können sich bei Udo Vogt in seinem Fachgeschäft in der Schartauer Straße oder in der Stadtverwaltung melden. Personen zahlen laut Satzung 25 Euro pro Jahr Beitrag, Firmen 100 Euro.

Ob Burg den Zuschlag für die Laga erhält, wird sich Anfang 2012 entscheiden, zuvor besucht die Jury die Bewerberstädte. Was macht der Verein, falls es nicht klappen sollte? Udo Vogt: "Darüber müssen dann die Mitglieder entscheiden. Wir sind jedenfalls voller Optimismus."