Die Wege in den Drömling sind seit kurzem fertiggestellt. Jahrzehntelang wurde an den Zufahrten zu den Flächen und den Kolonien nichts saniert, im Zuge der Vernässung von Drömlingsflächen konnten die Wege mit EU-Geld erneuert werden.

Mieste/Breiteiche l Gerhard Steding ist zufrieden. Zwar fährt er immer noch einen großen Geländewagen, doch diesen brauche er für die Zufahrtstraßen zu seinem Haus in Breiteiche nicht mehr, erklärt das Vorstandsmitglied der Teilnehmergesellschaft "Solpker Wiesengraben". Denn seit diesem Monat sind die Bauarbeiten an den Wegen zwischen Breiteiche und Mieste und zwischen dem Kämeritzer Friedhof und der Sichauer Beeke fertiggestellt.

Möglich wurde das unter anderem durch Fördergeld der EU. "Im Drömling wurden Flächen vernässt, um dort die ursprüngliche Flora und Fauna anzusiedeln", erklärt Steding. Daher sei schon vor mehr als vier Jahren die Teilnehmergesellschaft gegründet worden. "Unsere Aufgabe war es damals vor allem, zwischen dem Zweckverband Obere Ohre, welcher die Vernässung umsetzte, und den Grundbesitzern zu vermitteln. Wir halfen insbesondere beim Tausch von Flächen", berichtet er. Als dann klar wurde, dass auch die alten Wege erneuert werden müssen, weil diese dem künstlich angehobenen Grundwasserspiegel nicht standhalten würden, brachten sich auch die Mitglieder der Gesellschaft ein. "Schließlich haben wir lange darauf gewartet, dass an den Straßen etwas getan wird. Meinen alten Geländewagen hatten die Straßen schon ziemlich demoliert. Den meisten anderen Anwohnern ist es ähnlich ergangen", erzählt er weiter. Zusammen mit den Planern sei dann überlegt worden, welche Art der Wegbefestigung günstig sei. "Wir haben uns dann für Betonspurbahnen entschieden. Dabei wird wenig Fläche versiegelt", sagt Steding. Dazwischen wurden die Pflastersteine verbaut, die schon vorher in der Straße verwendet worden waren. So sei ein Kompromiss gefunden worden, der einerseits eine hohe Belastbarkeit der Straße ermöglicht, sich andererseits gut in die Naturschutzlandschaft eingliedert. "Die Wege werden ja auch von schweren landwirtschaftlichen Geräten befahren", betonte er. Daher seien auch Bodenwellen eingebaut worden, die mit bis zu elf Metern Länge überdurchschnittlich groß sind. "Das verhindert, dass die großen Fahrzeuge auf den Schwellen aufsetzen, weil sie vollständig auf die Erhebung fahren können", erklärt Steding. Dennoch müssen Autofahrer langsam über die Schwellen fahren. "Wir wollen hier ja keine Raser", betont er.

Es wurden rund 600 000 Euro in die Baumaßnahmen investiert. Künftig sollen aber noch weitere Straßen erneuert werden. "Wir haben noch vier weitere Wege im Sinn", so Steding. Die Förderung betrage 90 Prozent, die Eigenmittel wurden von den Gemeinden Mieste, Sachau, Solpke, Jerchel und von einem Betrieb noch vor der Eingemeindung bezahlt.