Zwölfmal, das ist etwas mehr als im Vorjahr, wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohenseeden zum Einsatz gerufen. Insgesamt 113 Mannstunden sind dabei zusammen gekommen. Noch weitaus mehr Zeit wurde in Dienste, Ausbildung, Übungen und gesellschaftliche Aktivitäten investiert.

Hohenseeden l Die Feuerwehr Hohenseeden war die erste der sieben Elbe-Pareyer Ortsfeuerwehren, die dieses Jahr ihre Hauptversammlung durchführte. Die Zahl der Anwesenden war beachtlich, immerhin hat die Feuerwehr des kleinen Ortes 46 Mitglieder.

Der Einsatzgruppe gehören davon jedoch nur 18 Kameraden an. 19 sind in der Alters- und Ehrenabteilung, neun sind passive Mitglieder und zwölf gehören zur Jugendgruppe, berichtete Ortswehrleiter Marko Gummelt. "Die Mitgliederzahl ist zwar noch stabil, aber nicht alle erreichen die geforderten 40 Ausbildungsstunden. Und die Einsatzbereitschaft konnte zwar 2012 auch tagsüber immer noch gewährleistet werden, aber nicht garantiert", stellte Gummelt die Probleme dar.

Deshalb sei 2012 der Fokus auf die Mitgliedergewinnung gerichtet worden. Schon im Januar wurden etwa 30 im Ort wohnende Männer, die in Frage kommen könnten, angeschrieben, um sie für die Feuerwehr zu werben. Zu dem angebotenen Treffen kamen nur zwei, davon habe nur einer noch an einigen Ausbildungen teilgenommen - und geblieben sei niemand.

"Ziemlich ernüchtert haben wir unsere Ausbildung allein fortgesetzt", berichtete Marko Gummelt und zählte auf, wie vielseitig diese auch im vergangenen Jahr wieder war. Dazu zählten auch die Teilnahme an den Übungen an der Biogasanlage Zerben und im Holzwerk (HFG) Ferchland. Insgesamt seien 187 Ausbildungsstunden angeboten worden.

Das Einsatzgeschehen begann am 8. März mit einem Barackenbrand in Güsen und endete am 30. Dezember mit der Beseitigung eines umgekippten Baums auf der Straße zwischen Güsen und Hohenseeden. Das Training an der Biogasanlage Zerben hatte sich zwei Monate später gleich bei einem Einsatz bewährt. Eine Wasserleiche im Kanal, Bungalow-, Container- und Pkw-Brände, eine Ölspur und dreimal ein Fehlalarm in der Sporthalle Güsen waren weitere Gründe für die Alarmierung.

Auch das dörfliche Leben wurde von den Kameraden unterstützt: Weihnachtsbaumverbrennen, Osterfeuer, Maibaumstellen, Spargelfest.

Bürgermeisterin Jutta Mannewitz und Ortsbürgermeister Martin Rümschüssel dankten den Kameraden und würdigten ihr Engagement, bevor Jugendwart Frank Seidel auch über die Arbeit mit dem Nachwuchs berichtete. Er freute sich besonders, dass im Oktober auf einmal fünf Kinder kamen und Mitglied der Feuerwehr werden wollten. "Wir kommen gut miteinander aus, es macht Spaß, aber ich hätte gern noch jüngere Kameraden, um sie an die Arbeit des Jugendwarts heranzuführen", betonte Seidel.

Unterstützt werde die Jugendfeuerwehr von drei ortsansässigen Betrieben, bedankte er sich. Dadurch könne die Freizeit der Nachwuchsfeuerwehrleute interessant gestaltet werden.

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