Dicht umlagert war die neue Matschstrecke auf dem Spielplatz der Johanniter-Kita "Elbschlümpfe" in Derben, kaum dass sie freigegeben war. Für einige Jungen war die große hölzerne Spielkrananlage noch attraktiver: Hier kann man schon "arbeiten" wie die Großen. Viel Engagement machte die Anschaffung der tollen Spielgeräte möglich.

Derben l Eine Matschstrecke für den Spielplatz anzuschaffen, hatten sich Erzieherinnen und Kuratoriumsmitglieder schon seit längerem vorgenommen. Denn die Beschäftigung mit Wasser lieben nahezu alle Kinder. Das gilt auch für Sand, der mit dem neuen Kran nun "professionell" befördert werden kann.

Zunächst einmal musste aber Geld beschafft werden, denn diese Anlagen sind nicht billig. "Wir hatten Ende vergangenen Jahres noch 4 000 Euro vom Träger, der Johanniter-Unfallhilfe, bekommen", berichtete Kita-Leiterin Manuela Deicke. Dazu kam eine Spende von 1 000 Euro von der Volksbank, und insgesamt 1 200 Euro Einnahmen von den letzten zwei Kinderkleiderbörsen, die im Ferchländer Elbehaus veranstaltet wurden.

Das Geld wurde auch alles gebraucht, und ohne die Kleiderbörsen würden die Spielgeräte noch immer nicht stehen. "In diesem Jahr wurde die Kleiderbörse erstmals vom neuen Kuratorium durchgeführt, und zwar hervorragend", lobt Manuela Deicke. Sie bedankt sich noch einmal bei allen, insbesondere auch bei Janine Lehmann, deren Kinder inzwischen nicht mehr in die Kita gehen, die sich aber weiterhin sehr eingebracht habe.

Neue Kuratoriumsvorsitzende ist nun Britta Sassor, die diese gute Tradition mit ihrem Team natürlich weiterführen möchte, damit auch künftig einiges Extra-Geld für die Kita zusammen kommt.

"Unser Kindergartenspielplatz ist im Laufe der vergangenen Jahre richtig schön geworden", freut sich Manuela Deicke und unterstreicht, dass dazu zahlreiche Spenden - und eben mehrere Kleiderbörsen - beigetragen haben. Jetzt sollen noch einige Bänke aufgestellt haben, die in der Werkstatt des AWO Fachkrankenhauses Jerichow bestellt wurden. Und es soll noch mehr Sand dazu kommen, damit auch reichlich da ist für den neuen Kran.

Die neuen Spielgeräte sind im Rahmen des Kita-Programms "Bildung elementar" ausgewählt worden. Bei der Matschstrecke nämlich wird Wasser nicht verplempert, sondern es steht immer nur eine bestimmte Menge zur Verfügung, so dass die Kinder lernen müssen, mit diesem wertvollen Stoff Hauszuhalten. Über mehrere Etagen kann das Wasser herunterfließen, dabei auch ein Wasserrad bewegen, und alle Etagen können mit einem Stöpsel verschlossen werden. Unten angekommen, kann das Wasser mit Eimerchen wieder nach oben gebracht werden. "So lernen die Kinder auch, Absprachen untereinander zu treffen", erklärt Manuela Deicke. Kommunikation und Teamarbeit werden trainiert.

Noch aufgestellt werden soll eine Regentonne, so dass auch damit eine jeweils begrenzte Menge an Wasser-Nachschub zur Verfügung stehen wird.

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