Zerben l Die Zerbener wollen ihre Kegelbahn wieder haben. Doch wohin damit? Im Zuge der Schlossparkgestaltung war die Freiluftablage demontiert worden. Sie passt nicht ins Bild der historischen Parkanlage neben dem Schloss der Elisabeth von Plotho. "Effi hat nicht gekegelt", brachte es Elbe-Pareys Bürgermeisterin Jutta Mannewitz beim Ortstermin des Bau- und Verkehrsausschusses auf den Punkt.

Doch die Kegelbahn war seit vielen Jahren Mittelpunkt des Dorflebens: Nicht nur bei Festen wurde sie intensiv genutzt, sondern auch immer wieder zwischendurch vor den Örtlichen Vereinen und Gruppen sowie Gästen - das wurde am Donnerstag zum Ausdruck gebracht. "Wir wissen alle, dass dafür im Moment kein Geld in der Gemeinde da ist, aber wir könnten sie kostenneutral selbst herstellen. Wir müssten nur einen Standort finden", sagte Ortsbürgermeister Rolf Wegener und erhielt Zustimmung: Viele Zerbener würden selbst mit anpacken.

Ein Standort-Vorschlag der Zerbener ist die von der Gemeinde erworbene, noch mit Strauchwerk bewachsene Fläche nordöstlich des Vereinshauses. Das Haupt-Argument dafür ist die Nähe zum Haus mit der Toilette, was der Nutzung der Bahn in kleinerem Rahmen entgegen kommen würde. Aus gemeindlicher Sicht wäre das aber nicht gut, "weil es noch andere Visionen gibt", wandte Jutta Mannewitz ein. Ihr Vorschlag: In den "Kleinen Bäumen" neben dem Kinderspielplatz wäre ein idealer Standort. Auch hierfür gab es Zustimmung aus den Reihen der Anwesenden: Uta Flügge, Vorsitzende der Agrargenossenschaft, findet, dass das Nebeneinander von Spielplatz und Kegelbahn dem Miteinander der Generationen entgegen käme, was sich auf dem neuen Spiel- und Rastplatz in ihrem Wohnort Hohenseeden auch schon bewährt habe.

Mit dem schönen Ambiente unter den "Kleinen Bäumen" würden sich wohl auch viele Zerbener anfreunden können - nur die Entfernung von der Toilette und einer Möglichkeit zur Einlagerung der Kegel-Utensilien stünde dem im Wege, weshalb wohl viele weiterhin für die Nähe zum Vereinshaus plädieren.

Bauausschussmitglieder, Bürgermeisterin und Ortsbürgermeister verblieben deshalb so, dass das Problem noch einmal im Ortschaftsrat diskutiert werden solle und dabei die Zerbener erneut Gelegenheit haben, ihre Meinung zu äußern.