Heute auf den Tag genau vor zwei Monaten, am 29. April, starteten Elly Kern und Thomas Dietert aus Genthin von Ulm aus zum Globalen Triathlon. Mit dem Kajak auf der Donau in Richtung Schwarzes Meer unterwegs, haben sie mittlerweile Bulgarien erreicht. Heute ist für die Abenteurer ein besonderer Tag.

Genthin l Elly Kern und Thomas Dietert richten gute Nachrichten an ihre Heimat. Mittlerweile haben die Abenteurer Serbien verlassen und die Grenze zu Bulgarien erreicht.

Serbien sei ein Land, was die Genthiner mit seiner außerordentlichen Gastfreundschaft stark beeindruckt hat. "Diese Menschen geben alles, obwohl sie selber wenig haben. Erstaunlich!", sagte Thomas Dietert im Telefon-Gespräch am Mittwochabend mit der Volksstimme. Jetzt sind die beiden wieder im Gebiet der EU und können problemlos die Donau-Ufer wechseln. Rumänien zur linken, Bulgarien zur rechten. Zunächst legten die Genthiner in der Stadt Vidin an, um sich dort den Einreisestempel zu holen. Diesmal hatten die Abenteurer ihr Nachtlager direkt bei der Polizei aufgeschlagen. "Weil wir vor störenden Jugendlichen und stehlenden Gruppen gewarnt wurden", erzählt Thomas Dietert.

Zwischenstopp in Lom

Das Ziel, das die jungen Leute schon am Mittwochabend erreicht haben, war die bulgarische Stadt Lom. Auch am Donnerstag und am heutigen Freitag legen die beiden hier einen Zwischenaufenthalt ein.

Wobei der heutige Tag ihren Plänen nach einer der Höhepunkte auf der 2500 Kilometer langen Donau-Bereisung mit dem Kajak werden soll. Heute nämlich begehen alle Anrainer-Staaten der Donau den Internationalen Donau-Tag, an dem sich auch die Genthiner mit Aktionen beteiligen wollen.

Vieles sei noch nicht bis ins kleinste Detail ausgefeilt und es bedürfe noch einer kurzfristigen Absprache mit den Organisatoren, sagte Thomas Dietert am Mittwochabend. Doch Elly und er seien zuversichtlich, dass sie am heutigen Donau-Tag, ihre Vorstellungen umsetzen werden.

Insbesondere Thomas Dietert, der in Greifswald Landschaftsökologie studiert hat, ist dieses Engagement schon von Berufswegen wichtig. Wie er am Telefon aus Bulgarien berichtete, werden Elly und er einen Stand aufbauen, dort Bilder und Zeichen anbringen und Interessenten zur Mithilfe aufrufen. Thomas Dietert erklärt, wie das funktioniert. "Wer uns drei Flaschen aus der Donau bringt und davon gibt es Tausende, bekommt von uns einen selbst gemachten Palachinka mit Marmelade, das ist ein Eierkuchen."

Kontakt zu Einheimischen

Des Weiteren wollen Thomas Dietert und Elly Kern zeigen, wie man aus Tetra Packs kleine Geldbörsen bastelt. Der Genthiner: "Damit wollen wir einen Aufruf zum Recyclen starten und Umweltbewusstsein spielend wecken". Außerdem beabsichtigen die beiden Abenteurer das Informationsmaterial, das sie vom Wiener Komitee zum Schutz der Donau bezogen haben, zu verteilen und so den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen.

"Ich bin einfach gespannt darauf, wie der Internationale Donau-Tag für uns laufen wird", sagte Thomas Dietert am Mittwochabend. Der Donnerstag war neben allen anderen Vorbereitungen auch mit Einkäufen ausgefüllt, um genügend Eierkuchen anbieten zu können.