Etwas für die Natur vor der eigenen Haustür tun, neue Menschen kennenlernen, Spaß haben und sein Wissen erweitern - wer das möchte, kann sich als Freiwilliger in der Naturparkverwaltung Drömling melden.

Oebisfelde/Mannhausen l Für ihr großes Engagement in den Schutzgebieten dankten die Verantwortlichen des Freiwilligenprojektes der deutschen Schutzgebiete von Europarc Deutschland allen Freiwilligen. Die Naturwacht Brandenburg war der Ausrichter einer Dankeschönveranstaltung, zu der die Freiwilligen aus dem Naturpark Drömling, aus den Schutzgebieten von Brandenburg und dem Biosphärenreservat Mittelelbe (Sachsen-Anhalt) eingeladen waren.

Sabine Wieter, Mitarbeiterin der Naturparkverwaltung Drömling, nutzte den Ausflug und somit die Gelegenheit, um sich bei Klaus Wolf aus Lockstedt, Yvonne und Torsten Leiding aus Etingen sowie bei Kathrin und Steffen Jeremias aus Rätzlingen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Naturpark Drömling zu bedanken. Gastgeber war die Stiftung in der "Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide" in Wustermark.

"Heinz Sielmann war ein berühmter Biologe und Tierfilmer. Die Arbeit der Stiftung ist geprägt von seinem jahrzehntelangen Einsatz für den Schutz der Artenvielfalt. Fast 60 Jahre lang brachte er den Menschen die Natur von allen Kontinenten in ihre Wohnzimmer und schaffte es auf diese Weise, das Bewusstsein für die Bedeutung unserer Umwelt zu schärfen", erklärte Sabine Wieter.

Nach zwei interessanten Vorträgen zur Döberitzer Heide und zur Kyritz Ruppiner Heide gab es für die etwa 100 Teilnehmer Kesselgulasch aus der Kanone. Anschließend begann eine spannende Exkursion durch die Döberitzer Heide. Begeistert waren die Teilnehmer von den Sommerkiemenfußkrebsen sowie vom Triops (einer Krebsart), die sich in Pfützen vermehren. "Auch die Blauflügelige Ödlandschrecke sorgte für Aufsehen bei den Exkursionsteilnehmern", schilderte Sabine Wieter. Im Schaugehege faszinierten besonders die Wisente sowie aus der Mongolei stammende Wildpferde und Rotwild. Diese Tierarten sorgen dafür, dass die dort gewünschte halboffene Weidelandschaft nicht durch Baumbewuchs zerstört wird. In einer etwa 2000 Hektar großen Kernzone wurden diese Tiere ausgesetzt, um den Baum- und Strauchbewuchs in Grenzen zu halten.

Im Naturpark Drömling gibt es zwar keine Wisente aber dafür über 40 Freiwillige, die in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie Monitoring, ehrenamtlich tätig sind. In diesem Jahr wird es noch einen gemeinsamen Einsatz am 2. November im Bereich Gehölzpflege geben. "Hierzu sind auch alle interessierten Naturfreunde eingeladen", kündigte Sabine Wieter an. Als Dankeschön für ihr Engagement werden die Freiwilligen des Drömlings am 19. Oktober an der Flachwasserzone Gänse beobachten. "Anschließend können die Freiwilligen in der Drömlingsklause Wasserbüffel-Steaks probieren. Außerdem wird es zum Jahresende auch wieder eine gemütliche Weihnachtsfeier geben", blickte die Naturparkmitarbeiterin voraus. Sabine Wieter betonte, dass ohne die Hilfe der Freiwilligen die Hauptamtlichen vor Ort nicht auf so viel Erreichtes zurückblicken könnten. "Wer nette Menschen kennen lernen möchte und zudem an der Natur im Drömling interessiert ist, kann sich für diese nützliche und Freude bereitende Tätigkeit gern melden", animierte sie.

Kontakt ist in der Naturparkverwaltung möglich unter Telefon (03 90 02) 8 50 11.