Wedringen l Die Mauern sind fast fertig, die Männer haben sie gut abgedeckt wegen der Nässe. Seit etwa fünf Wochen mauern Gunter Lienecke und Eberhard Arnstedt am Dorfgemeinschaftshaus. Diesmal war die Einfahrt von der Hauptstraße dran. Die beiden Männer haben zu beiden Seiten der Einfahrt Mauern aus Bruchsteinen gesetzt, in die später ein Tor eingebaut werden soll.

Sie sind nur langsam vorangekommen, denn mit Bruchsteinen zu arbeiten, das ist etwas anderes als mit normalen Mauersteinen. "Wir mussten erstmal 80 Zentimeter runtergehen", sagt Gunter Lienecke. "Da war kein Fundament mehr da." Auf dieses Fundament wurden dann die roten Bruchsteine gesetzt. Die sind noch von der alten Leichenhalle, die vor Jahren abgerissen wurde, erzählt er. Aus dem Berg Steine immer die passenden zu finden und sie notfalls zurechtzuklopfen, das kostet Zeit. Auch mit den Bruchsteinen muss ein Verbundsystem gemauert werden, und die Außenflächen sollen möglichst eben sein. "Wir können immer nur einzelne Schichten mauern, dann muss der Mörtel erst wieder anziehen."

1,80 Meter auf der einen Seite und 2,50 Meter auf der anderen sind die Mauern breit. Und sie sind etwa 1,40 Meter hoch geworden. "Sie werden mit Dachziegeln abgedeckt, bekommen deshalb ein Gefälle von sieben Zentimetern", erklärt Gunter Lienecke. Etliche Stunden werden die Männer noch zu tun haben. "Bevor wir verfugen, werden die Steine noch mit einer Drahtbürste abgedrahtet, damit sie gut aussehen."

Gunter Lienecke hat schon an fast jeder Mauer des Dorfgemeinschaftshauses mit angepackt. Auch an dem offenen Raum direkt hinter der Bushaltestelle hat er mitgearbeitet. Als hier das Fundament für die Fluchttreppe vom Saal gebaut werden sollte, stellten Hans-Henning Wiese, der Vorsitzende des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus, und Gunter Lienecke fest, dass der Eckpfeiler des Hauses in der Luft hing, so haben sie also die Ecke erst unterfüttert, bevor es ans Fundament ging. Und dann wurde der offene Raum hergereichtet, der künftig auch bei Veranstaltungen genutzt werden kann, wenn ein schützendes Dach nötig ist.

Wenn nun auch die Bruchsteinmauern fertig sind und auch noch ein Tor eingehängt wird, ist dieser Bereich des Gebäudes auch in Ordnung. Die Sanierung der Rückfront des Hauses hat auch viel Zeit gekostet. Hinter dem Haus ist ein schmales Stück gepflastert und auch der Weg vom hinteren Eingang über das Gartengelände bis zum Tor ist inzwischen gepflastert.

Am ersten Adventswochenende lädt der Förderverein wieder alle Wedringer und weitere Interessierte aus Haldensleben und den Nachbarorten ein. Am Sonnabend, 30. November, findet der schon traditionelle Adventsflohmarkt im großen Saal im Dorfgemeinschaftshaus statt. Neben vielen Flohmarktschnäppchen bieten die Vereinsmitglieder den Besuchern in der Zeit von 15 bis 20 Uhr auch wieder Kaffee, Kuchen und Herzhaftes an. Und der neue Kalender für 2014 kann an dem Tag auch erworben werden.

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