Satuelle l Vor drei Jahren hatte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt die Brücke über die Ohre zwischen Satuelle und Bülstringen gesperrt und so den Radweg zwischen den Nachbarorten unterbrochen. Mit dieser Aktion wurde zum einen deutlich, dass die Brücke in nächster Zeit erneuert werden muss, und zum anderen, dass zunächst die Zuständigkeiten geklärt werden mussten, bevor es überhaupt an eine Erneuerung der Brücke gehen konnte. Bald danach wurde die Brücke einschließlich Radweg wieder genutzt. Der Radweg führt im Wesentlichen auf dem alten Bahndamm entlang und ist im Radwegeplan des Landkreises ausgewiesen.

Auf Bülstringer Seite hat der Weg bereits 2010 eine Bitumendecke erhalten. Jetzt soll es auf Satueller Seite weitergehen. Die Stadt Haldensleben hat Brückenbau und Radwegbau auf Satueller Seite in Regie.

Am 9. Juli soll zwischen Satuelle und Bülstringen mit dem Bau des Radweges begonnen werden. Einer der Knackpunkte ist jedoch die Errichtung einer neuen Brücke über die Ohre. Die Planungen zu dem Bauprojekt stellte Kunibert Bortfeldt als zuständiger Planer im Satueller Ortschaftsrats vor.

Der Radweg an sich dürfte kaum Probleme mit sich bringen, wie Bortfeldt erläuterte. Aus Richtung Bülstringen bis zur Ohre sei der Radweg bereits vorhanden. Von Satuelle aus bieten der Hagenweg und der Ohredamm im Unterbau gute Bedingungen, so dass hier nur eine Deckschicht aufgetragen werden müsste.

Die derzeit vorhandene Ohrebrücke soll zurückgebaut und durch eine 2,50 Meter breite Geh-/Radwegbrücke ersetzt werden. Um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu gewährleisten, soll sie ein Geländer haben.

Um mit möglichst wenig Aufwand zu bauen, sollen nach dem Abriss der alten Brücke Teile der Fundamente erhalten bleiben und für den Aufbau der neuen Brücke genutzt werden. Die neue Aluminiumbrücke soll vormontiert an die Baustelle geliefert werden. Sie hat eine Länge von 26 Meter, weil sie schräg über die Ohre geführt wird.

"Voraussetzung, dass mit dieser Baumaßnahme begonnen werden kann, ist, dass die Telekom ihre Leitungen von der alten Brücke entfernt und umverlegt", erklärte Kunibert Bortfeldt.

Das Ende der Bauzeit, das auch durch den Fördermittelbescheid vorgegeben ist, ist für den 31. Oktober geplant. Die geplanten Baukosten betragen 300000 Euro, die Planungskosten 70000 Euro. Die Förderung über sogenannte EFRE-Mittel der Europäischen Union beträgt 80 Prozent.

Nach Aussage von Bert Ulrich vom Bauamt der Stadt Haldensleben hat die Gemeinde Bülstringen zugesagt, sich mit bis zu 28000 Euro an der Baumaßnahme zu beteiligen.