Stück für Stück haben die Kabelitzer Schützen ihren Schießstand zu einem vorzeigbaren Anziehungspunkt für Sportschützen, Jäger und Polizisten gemacht. Mit der Einweihung der 100-Meter-Bahn am Sonnabend ist die Anlage nun endlich komplett. Und doch liegen schon die nächsten Pläne auf dem Tisch, um das Übungsgelände zu perfektionieren. Denn: "Wenn wir etwas machen, dann richtig!"

Kabelitz. Hätte er geahnt, wieviel Zeit, Mühe und Geld es ihn und seine Mitstreiter kosten wird, die Idee vom Bau eines Schießstandes zwischen Fischbeck und Kabelitz umzusetzen – er hätte wohl die Finger davon gelassen. Friedrich Klühe hielt von Beginn an, als 1998 das Bauland gekauft worden ist, die organisatorischen Fäden in der Hand. Sein Vater Fritz, mit über 80 Jahren Vereinsvorsitzender, dankte seinem Junior am Sonnabend auf der Einweihungsfeier für die 100-Meter-Bahn, "manchmal stand er allein auf weiter Flur, kam nur kleine Schritte voran". Aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Denn der Schießstand kann sich sehen lassen. Lange genug haben Planung und Genehmigungsverfahren gedauert, 2003 begannen endlich die Arbeiten. Es handelte sich um eine Fördermaßnahme, bei der auch ABM-Kräfte tätig waren. Und die Kabelitzer Schützen selbst. Jede freie Minute verbrachten sie draußen auf dem freien Gelände und konnten 2007 die erste Bahn, 25 Meter lang, freigeben. Ein Jahr später ist die 50 Meter lange Bahn fertig. Und noch einmal fast drei Jahre sollte es dauern, bis mit der letzten Bahn der Schlusspunkt gesetzt ist. Einfach war die Bauzeit nicht. Denn all die, die sich im kleinen Verein engagieren, sind berufstätig, können nur nach Feierabend und am Wochenende zupacken. Und am Wochenende ist die Anlage zudem meist fast immer ausgebucht. Und da die Standbetreuung auch von den Kabelitzern selbst ausgeführt wird, stellte der Bau eine Doppelbelastung dar.

Friedrich Klühe nennt die Kreisjägerschaft als die Institution, die den Plänen immer offen und vor allem hilfreich gegenübergestanden hat. Nicht nur beratend, sondern auch einige Jäger mit Materialspenden und dem Bereitstellen von Technik. In seiner Ansprache, in der Fritz Klühe allen Aktiven dankte, zählte er Ralf Langnese, Holger Bär, Dietmar Homann, Gerd Schrader, Frank Jenrich und auch seinen Sohn auf. Außerdem gebühre der Gemeinde mit Bürgermeister Bodo Ladwig Dank, den Landwirtschaftsbetrieben und nicht zuletzt den Behörden, die die Genehmigungen ausgesprochen haben.

Schützenvereine der Region, Jägerschaften und auch der Bund deutscher Polizei- und Militärschützen gehören zu den Nutzern. Vor allem die Jäger können hier beispielsweise das Zielen auf "laufenden Keiler" trainieren.

Sich nun auf den Lorbeeren ausruhen, am Wochenende den Stand betreuen und sich um Ordnung und Sauberkeit auf der Anlage zu kümmern, kommt für Friedrich Klühe und seine Mitstreiter nicht in Frage. "Wenn wir was machen, dann richtig." Zu "richtig" gehört nämlich auch noch eine von den Schützen gern genutzte Wurfscheibenanlage, auch Tontaubenschießen genannt. Die behördlichen Genehmigungen sind bereits erteilt, nun müssen die Pläne "nur" noch in die Tat umgesetzt werden.

   

Bilder