Der Domplatz wird zur Bundesgartenschau 2015 zum Empfangsplatz für die Besucher. Entgegen ersten Planungen wird das Areal in den Ausstellungsbereich einbezogen.

Havelberg l Der Haupteingang zum Domgebiet in Havelberg erfolgt zur Bundesgartenschau 2015 Havelregion über den Domplatz. Hier hat es eine Änderung gegenüber ursprünglichen Planungen gegeben. Das Areal bietet sich als einzige größere Fläche an, um Besucherströme in Empfang nehmen zu können. Etwa wenn Busse Gäste bringen, wird Platz benötigt, wo sie sich aufhalten können, aber auch zum Beispiel Souvenirs kaufen, einen Café trinken oder die Toilette aufsuchen können.

Mit den Anliegern Kirche, Museum, Stadtwerke und Töpferei wurde gesprochen. Möglichkeiten, wie sie trotz des eingezäunten Ausstellungsgeländes in ihre Objekte gelangen, gibt es verschiedene, hatte Klaus-Dieter Steuer von der BIG-Städtebau im Bauausschuss bei der Vorstellung der Entwurfsplanungen berichtet. Weitere Abstimmungen sind nötig. Aber grundsätzlich sehe er kein Problem, eine Lösung zu finden.

Der Domplatz selbst wird nicht neu gestaltet. Dieser wurde mit Fördergeldern bereits saniert und unterliegt der Zweckbindung. Gestaltungspläne gibt es dagegen für den Bereich ab Eingang Paradiessaal/Prignitzmuseum über die Dekaneigärten bis hin zur Gartenanlage am Nußberg, die während der Bundesgartenschau zum Ausstellungsbereich dazu gehören wird. Für die Dekaneigärten ist geplant, einen Kräuter- und Küchengarten anzulegen. Dabei soll auch an Kräuter gedacht werden, wie sie einst in der Klosterküche zur Anwendung kamen.

Der Eingangsbereich am Paradiessaal soll so großflächig wie möglich angelegt werden und nicht, wie in der Entwurfsplanung eingezeichnet, nur als Weg. Damit sich Besucher dort begegnen können, wird die gesamte Fläche gebraucht, war auch Thema im Umweltausschuss.

In Zusammenarbeit mit der Dombaustiftung ist vorgesehen, den Hof auf der Ostseite des Domes neu zu befestigen, denn die Kirchengemeinde will dort eine Caféterrasse einrichten. Der Zugang von den Dekaneigärten soll über Rampen möglich sein, berichtet Kämmerin und Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski. Verschiedene Höhen müssen in dem Bereich ausgeglichen werden. "Unser Ziel sind dauerhafte Rampen, damit auch zukünftig Klostergarten und Hof gut erreichbar sind." Temporär soll dagegen die Rampe sein, die zur Gartensparte führt.

Während die Wege in den Gärten für die dauerhafte Nutzung auch nach der Buga gedacht sind, wird der zur und durch die Gartensparte in Richtung altem Domfriedhof nur für die Veranstaltung angelegt.

Die Schaffung der touristischen Infrastruktur im Dombereich ist in sechs Teilbereiche eingeteilt.

Nächste Woche lesen Sie Teil 6: Friedhof mit Weg an der Flethe.