Mit Händen und Füßen sowie brockenweise Englisch haben sich die Teilnehmer des deutsch-polnischen Ferienlagers in Klietz verständigt. Es ging gestern zu Ende.

Klietz l Bürgermeister Jürgen Masch hatte sich am Dienstagabend im Jugendtreff eingefunden, um sich von den Betreuern und den beiden Dolmetschern zu verabschieden. Da lagen neun ereignisreiche Tage hinter allen Teilnehmern - 46 Kinder waren dabei. Neben den gastgebenden Klietzern waren es Gäste aus Haltern am See, aus Pasewalk sowie aus den polnischen Orten Bialy Bor und Czerwiensk.

Der Veranstaltungsplan war vollgepackt mit Angeboten. Zuerst wurde Klietz bei einem Rundgang erkundet, ebenso der nahe See mit seinem Naturlehrpfad. Der Strand wurde nicht nur zum Baden genutzt, sondern auch für das Neptunfest. Sportlich ging es bei Staffelspielen auf dem Sportplatz zu, wer wollte, konnte auch das Fußballabzeichen ablegen. Bowling im Hotel, der Reiterhof in Neuermark-Lübars sowie ein Kanu-Ausflug auf dem See standen ebenfalls mit auf dem Plan.

Auf dem Museumshof erfuhren die Kinder viel Interessantes über alte Gewerke wie Buttern, Seilern oder Spinnen. Auch wurden Holzplaketten gebastelt. Zudem wurde die Bockwindmühle besichtigt.

Eine Tagesfahrt nach Stendal führte ins Kindermuseum, wo die Kinder ein römisches Essen einnahmen. Anlaufpunkt war auch der Tierpark, besonders beliebt waren hier die putzigen Erdmännchen. Eine weitere Busfahrt führte etwas weiter weg, es ging nach Potsdam-Babelsberg in den Filmpark. Unter vielen Attraktionen war für die Kinder besonders die Stuntshow am Vulkan interessant.

Die Klietzer Hundefreunde stellten ihre Schützlinge vor und es gab eine Nachtwanderung. Deutsche und Polen verständigten sich in Englisch oder mit Händen und Füßen, diverse E-Mail-Adressen und Handynummern wurden ausgetauscht. Im Jugendklub konnten die Kinder Gläser fräsen. Zudem fanden hier am letzten Abend zwei Kinderhochzeiten statt. "Vermählt" wurden Franziska aus Haltern und Dominik aus Pasewalk sowie Aurelia und Dawid aus Czerwiensk. Nur mit dem Küssen wollte es zum Abschluss noch nicht so klappen...

Am letzten Abend war auch noch etwas Zeit für einen Foto-Rückblick per Dia-Schau, begleitet von vielen Emotionsausbrüchen. Untergebracht war die Truppe im Schullandheim, neben den Kommunen finanzierte einen Teil der Ferienfreizeit auch das Deutsch-Polnische Jugendwerk.

 

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