Beetzendorf (wmo) l Auch die Gemeinde Beetzendorf hat ein Angebot der Bahn-Immobilienfirma auf dem Tisch, den Abschnitt der alten Kleinbahnstrecke auf ihrem Territorium zu erwerben. Bürgermeister Heinrich Schmauch bestätigte gestern auf Volksstimme-Nachfrage entsprechende Informationen seines Apenburg-Winterfelder Amtskollegen Harald Josten (wir berichteten gestern). Allerdings sehe er eine mögliche Nutzung als Radweg, wie sie zwischen Apenburg und Winterfeld angedacht wird, auf Beetzendorfer Gemeindegebiet skeptisch. Schmauch verwies zum einen auf den anvisierten straßenbegleitenden Radweg entlang der Landesstraße 11, für den möglichst auch Flächen im Rahmen des Hohentrammer Flurneuordnungsverfahrens reserviert werden sollen. "Außerdem verläuft die Bahntrasse an einigen Stellen fernab der Straßen durch dichten Wald. Da ist es eher schwierig, dort Kinder auf dem Weg zur Schule entlangfahren zu lassen", gab er zu bedenken.

"Würde mich über gemeinsames Projekt sehr freuen"

Grundsätzlich zeigte sich Schmauch aber für Gespräche mit Apenburg-Winterfeld über ein gemeinsames Nutzungskonzept offen. "Vielleicht sollte man sich zusammensetzen und überlegen, was man im Konsens schaffen kann", erklärte er. Der Ortschef verwies auf die Idee von Josten, die Trasse mit Teer zu überziehen und als Piste beispielsweise für Skater und Rollschuhfahrer zur Verfügung zu stellen.

Allerdings müssten zunächst die Rahmenbedingungen eines möglichen Kaufs geklärt werden. So sei nicht geklärt, ob sich das Angebot lediglich auf die reine Bahntrasse bezieht oder ob dazu auch Flächen rechts und links des ehemaligen Gleisbetts gehören. Außerdem sei unklar, wer für die Entsorgung der teergetränkten Holzschwellen verantwortlich ist. "Sobald die Strecke entwidmet ist, sind das Altlasten, mit denen wir uns dann möglicherweise auseinandersetzen müssen", so Schmauch. Diese Dinge müssten mit dem Anbieter besprochen und abgewogen werden, "ob sie die Kaufabsicht letztlich befeuern oder ob wir sagen, das Risiko ist uns zu groß".

Wenn alles geklärt ist, könne man sich mit den Apenburg-Winterfelder Räten zusammensetzen und Nutzungsmöglichkeiten ausloten. "Ich würde mich sehr freuen, wenn wir dann ein gemeinsames Projekt hinbekommen könnten", meinte Heinrich Schmauch.