Eine Gala, die Dirk Weinrich als Repräsentant der Stiftung Mitteldeutsche Krebsforschung, organisiert hat, hat 4000 Euro eingebracht. Durch Fördermittel kann der Betrag für die Krebsforschung vervierfacht werden.

Wanzleben l Von den 400000 bis 500000 Menschen, die jährlich in Deutschland an Krebs erkranken, sind etwa 2000 bis 4000 Kinder. Die Heilungschancen sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Drei von vier Menschen können heute dauerhaft geheilt werden, wie Prof. Peter Vorwerk als Leiter der Kinderonkologie der Magdeburger Uni-Klinik sagte. Die restlichen 25 Prozent sind über lange Zeit auf Therapien angewiesen, doch auch die Folgen der Therapien sind nicht zu unterschätzen.

Um die Heilungschancen weiter zu erhöhen, ist Forschung unerlässlich. Aber auch die Folgen, die die Therapien mit sich bringen und gemildert werden müssen, bringen für die Forschung neue Aufgaben. Dieses Ansinnen unterstützt die Stiftung Mitteldeutsche Krebsforschung.

Um dieses Anliegen in die Breite zu streuen und es bekannter zu machen, engagiert sich auch der gebürtige Seehäuser Dirk Weinrich, der im Juni dieses Jahres zum Stiftungsrepräsentanten für Sachsen-Anhalt Nord berufen wurde. Seine erste große "Amtshandlung" war die Organisation einer Benefizgala zugunsten der Krebsforschung, die am Sonnabendabend im Wanzleber Kulturhaus stattfand. Zahlreiche Prominenz aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Sport hatte er für sein Anliegen begeistern können.

Als Schirmherren der Veranstaltung konnte er den ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, gewinnen. "Als ich vor 50 Jahren studiert habe, war Krebs bei Kindern meist das Todesurteil. Heute ist das anders und wir sind in der Pflicht, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Kinder geheilt werden können", erklärte er und verwies aber auch darauf, dass das Gesundheitswesen immer teurer werden wird, wenn mehr Möglichkeiten der Heilung bestehen.

Ebenso spontan wie Wolfgang Böhmer, der gern die Schirmherrschaft übernommen hatte, hatte auch Moderator Stephan Michme zugesagt. "Mein Bruder hat gerade einen gesunden Sohn bekommen und es ist für mich kein großer Aufwand. Es kostet mich nichts, außer ein bisschen Lebenszeit und ich habe sehr gerne zugesagt, um die wichtige Arbeit der Kinderkrebsforscher zu unterstützen", so Stephan Michme

Der Einsatz des Abends hat sich auf jeden Fall gelohnt, wie Andreas Habicht, Vorstandsvorsitzender des Stiftung Mitteldeutsche Krebsforschung, feststellte. Er sagte: "Wir freuen uns sehr, dass bei der Gala ein Erlös von 4000 Euro zusammengekommen ist. Mit diesem Geld können die von uns unterstützten Forscher nun größere Fördertöpfe anzapfen. So kommen im Mittel von einem Euro, den unsere Stiftung ausschüttet, vier bis fünf Euro bei den Forschern an. Der Gala-Abend sichert der Forschung also zwischen 16000 und 20000 Euro." Er richtete seinen Dank an die Spender und Sponsoren, den Schirmherren Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und auch an den Repräsentanten der Stiftung, Dirk Weinrich.

Dieser wiederum zeigte sich auch zufrieden mit der Veranstaltung, zumal er auch weiß, dass noch einige Gelder für die Stiftung nachfließen werden. Einige Gäste des Abends haben zugesagt, dass sie die Stiftung auch weiterhin unterstützen wollen.

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