Der Ansturm am Sonntag auf dem Blumenberger Sportplatz hat den Organisatoren des örtlichen Kultur- und Karnevalvereins Recht gegeben: Die Idee war nicht nur gut, die Kinderfest-Premiere war ein voller Erfolg.

Blumenberg l Dass Blumenberg zum ersten Mal ein Kinderfest feiert, hatte sich am Wochenende weit herumgesprochen. Der Sportplatz hatte sich schon am Mittag - bevor das eigentliche Programm begann - in einen Tummelplatz verwandelt. Clown Larry, der mit seinem Mitmachzirkus angereist war, brachte es zu Beginn seiner Vorstellung auf den Punkt: "Blumenberg ist toll!" Und auch Udo Hüttenrauch als Vorsitzender des Blumenberger Kultur- und Karnevalvereins (BKK), der die Fäden der Organisation in den Händen hielt, strahlte mit der Sonne um die Wette. "Alles schick", fasste er seine Gedanken in zwei Worten zusammen. Ebenso hörte der stellvertretende Vorsitzende, Matthias Brosig, nur positive Meinungen der Gäste zur Kinderfest-Idee.

Und die Gäste kamen und gingen, es war den ganzen Nachmittag Bewegung auf dem Platz. Während die Eltern und Großeltern gemütlich zusammensaßen, nutzten die Kleinen die Angebote. Dafür hatten die Organisatoren sich zahlreiche Mitstreiter mit ins Boot geholt. So stellten Lothar Pott und Peter Zaehle, den Revierbereichsbeamten (RBB) der Polizei, beispielsweise Kinderpolizeiausweise aus und auch Fingerabdrücke wurden an ihrem Stand genommen.

Die Feuerwehr aus Wanzleben hatte nicht nur einen Teil ihrer Fahrzeuge mitgebracht, sondern auch Schminke, um den Kindern lustige Gesichter zu zaubern. Selbst kleine Säbelzahntiger entstanden so, nachdem die Jugendfeuerwehr bei einer Löschangriff-Vorführung ihr Können gezeigt hatte.

Genau diese Säbelzahntiger, aber auch die Mädchen, die sich zarte Blümchen ins Gesicht malen ließen, waren dann im Zirkuszelt bei Clown Larry und seinem Team genau richtig. Larry hatte nämlich seine Artisten zu Hause lassen müssen, weil die nicht mehr ins Auto gepasst haben. Doch die Mädchen und Jungen aus Blumenberg und Umgebung halfen gern. Sie verwandelten sich in brüllende Tiger, die durch brennende Reifen springen konnten, drehten mit Geschick Teller auf Stäben und zeigten Balance auf dem Ball oder auf dem Seil. Selbst vor dem Laufen auf Scherben oder über Nägel, wie es ein Fakir täglich macht, und beim Feuerspucken zeigten die Nachwuchszirkuskünstler keine Angst. Der Hüftschwung, mit dem ein Junge bis zu vier Hula-Hoop-Reifen in Waage hielt, brachten Clown Larry und das Publikum zum Staunen. Beim anschließenden Üben mit den Zirkusutensilien hatten alle Kinder ihren Spaß. Aber sie ließen sich auch gern von der Traktor-Hüpfburg locken, mit der die Sportjugend Börde vor Ort war.

Im Rahmenprogramm wurde aber noch mehr für die Sinne geboten. Während die Musiker der Schalmeienkapelle aus Groß Börnecke vor allem etwas für die Ohren boten, präsentierte die Akrobaten des Wanzleber Börde-Gymnasiums etwas fürs Auge, als sie durch die Luft wirbelten und Pyramiden bauten. Zur Verstärkung hatten sie Michelle Hoppe und Thu Giang Tran mitgebracht, die einen Hip Hop tanzten. Musikalisch in das Programm der Börde-Gymnasiaten stimmten zudem Nils Ebert und Isabel Gehrmann ein. Für eine flotte Tanzeinlage kurz vor dem Finale des fröhlichen Nachmittages waren natürlich auch die Dancing Devils, die Tanzgruppe des BKK, zur Stelle. So wie sie hatten sich alle, die am Programm mitwirkten und dafür sorgten, dass niemand hungern und dursten musste, den Applaus redlich verdient.

 

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