Die vierte Kerze am Kranz ist entzündet, Weihnachten steht nun wirklich vor der Tür. In vielen Obere-Aller-Gemeinden verkürzte man sich die Adventszeit mit unterhaltungsvollen Märkten und Basaren. Eine Nachlese durch vier Dörfer.

ObereAller l Traditionsbewusst stimmte man sich vielerorts seit Ende November, dem Anfang der Adventswochen, aufs heilige Fest ein, ließ Konzerte erklingen, führte Märchenspiele auf oder frönte bei Kaffeenachmittagen in weihnachtlicher Atmosphäre der besinnlichen Gemütlichkeit. Die Weihnachtsmärkte der Dörfer in ihren spezifischen Erscheinungsformen verbinden all diese Elemente - und erfreuen sich nicht zuletzt deshalb immer größter Beliebtheit.

Der Grundstein für eine gelungene Vorfreude war bei der Förderschule "Miteinander" in Wefensleben einmal mehr mit dem Adventsbasar gelegt, der zahlreiche Freunde und Wegbegleiter anlockte. Die Schüler hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, vollzogen mit ihrem mehrfach dargebotenem Theaterstück vom "Gestiefelten Kater" förmlich einen wahren Märchenmarathon - immerhin sollten möglichst alle Besucher in den Genuss der Aufführung kommen. Dazu kamen die liebevoll gestalteten Adventsdekorationen Marke Eigenbau sowie manche Leckerei an den Ständen. Schulleiterin Petra Lubig freute sich besonders darüber, dass auch die Nachbarn von der Grundschule schräg gegenüber wieder auf einen Sprung vorbeischauten und sich vom Weihnachtsmann das ein oder andere Gedicht entlocken ließen.

Getrübte Stimmung zum Nikolausmarkt

Der Nikolausmarkt in Eilsleben fand unter getrübten Voraussetzungen statt. Der Schock in der Gemeinde nach dem plötzlichen Ableben der ortsansässigen Ärztin Annette Krämer wenige Tage zuvor saß tief - so sehr, dass offen über eine Absage der Veranstaltung nachgedacht wurde. Letztlich entschied man sich dafür, den Nikolausmarkt wie geplant über die Bühne zu bringen. "Es wäre so wohl auch im Sinne der Verstorbenen gewesen", sagte ein Verantwortlicher aus dem Organisatorenteam. Blasmusik sowie Gesangsprogramme der beiden Kindergärten, der Grundschule "Globus" und des gemischten Chors "Eintracht", darüber hinaus Märchenspiel, Bastelstände und Handwerkstreiben erleichterten den Eilslebern den Schritt zur Normalität.

Eine ganze Reihe örtlicher Institutionen hatte für den Adventsmarkt auf dem Gemeindehof in Barneberg verantwortlich gezeichnet. Gemeinde, Dorfclub, Feuerwehr und der Kirchenförderkreis luden zum Trubel an der Kulturscheune ein. Auch wenn das Wetter nicht sehr einladend war, nutzten viele die Gelegenheit zu einem Bummel über den Markt und wurden vom Angebot nicht enttäuscht.

Etwas Bedauern in Barneberg

Zahlreiche Besucher bedauerten jedoch, dass Kaffee und Kuchen nicht in der warmen Kulturscheune eingenommen werden konnten. Dort waren immerhin auch die Strickfrauen und private Händler, um ihre Waren feilzubieten. Frisch gebackene Crêpes oder eine heiße Suppe vom Team der Barneberger Jagdhütte rundeten das Angebot an Speisen ab. Im Trubel des Markes ging leider der Auftritt der Christenlehrekinder etwas unter. Dabei hatten Jette, Nelli und Lucy extra für diesen besonderen Tag mit Gerlinde Schildhauer ein kleines Programm aus Liedern und Gedichten einstudiert. Unter großem Hallo wurde mit Einbruch der Dunkelheit der Weihnachtsmann begrüßt. Der Mann in Rot fuhr mit dem Feuerwehrauto vor und hatte für jeden kleinen Marktbesucher eine süße Überraschung dabei.

Abermals im Ackerwinkel richtete die Gemeinde Hötensleben ihren Adventsmarkt aus, der reichhaltig und vielfältig von Musik begleitet war. Insbesondere das Saxophonorchester der Kreismusikschule Oschersleben wusste zu gefallen und in vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen.

   

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