Gelungenes Spektakel am Sonnabend anlässlich des 1075-jährigen Gemeindebestehens Hohendodelebens: Anwohner und Freunde des Bördedorfes waren beim großen Festumzug von zwei Kapellen begleitet worden. Bei Sonne satt zog es den Trachten-, Traktoren- und Trikottross traditionell durch den Ort.

Hohendodeleben l Die Hohendodeleber jubelten sich gutgelaunt durch ihre 1075-Jahr-Feier und die Nachbarn reihten sich ein. Sie feierten fröhlich mit.

Beim großen Umzug am Sonnabendvormittag erreichte so die Feststimmung rund um das Dorfjubiläum ihren Höhepunkt - fast die gesamte Bördegemeinde zog es auf die Straße. Hunderte waren auf den Beinen. Zahlreiche Häuslebewohner hatten extra ihre Fassaden, Fenster und Pforten dekorativ geschmückt.

Dazu hatte bereits im Vorfeld Ortsbürgermeister Wolf-Burkhardt Bach aufgerufen, der den Umzug gemeinsam mit Bürgermeisterin Petra Hort anführte.

Allein stolze 17 Minuten brauchte das gesamte Starterfeld, um sich vom Platz an der Kirche in Bewegung zu setzen beziehungsweise via PS-Kraft auf die Magdeburger Straße zu rollen. Denn auch zahlreiche Oldtimerfans und Traktorenfreunde aus der Börde, darunter auch Konrad Krüger und Rainer Franke aus Hohendodeleben, tuckerten mit ihren Gefährten im Schritttempo mit.

Der Tross hatte sich zudem aus den Feuerwehrkameraden samt neuer und alter Einsatztechnik, den Schülern, der erst am Freitag auf den Dichter Friedrich von Matthisson getauften hiesigen Grundschule, zahlreichen Kita-Kindern und deren Erzieherinnen, Lokalpolitikern, Vereinsmitgliedern und Freunden historischer Landtechnik zusammengesetzt.

Die Sänger des gemischten Chores "Bördeland 1876" Hohendodeleben unter der musikalischen Leitung via Schifferklavier von Jordano Herbst hatten sich gleich einen ganzen Wagen gesichert. Dieser wurde von einem Traktor gezogen, der wiederum von Metallbauer Willi Kemmer sicher ins Ziel gelenkt wurde. Dass sie zweifelsohne einen grünen Daumen haben, zeigten die "Grüne Lunge"-Kleingärtner. Sie hatten wie vom Kölner Karneval bekannt gleich einen ganzen Themen-Wagen geschmückt. Hier fand nicht nur jede Menge Blattwerk Platz, auch eine Oase der Entspannung samt Sonnenschirm und Grill. Die Besucher aus den umliegenden Gemeinden, die mit ihren Kameras die Straßen säumten, zeigten sich über die kreativ geschmückten Umzugswagen begeistert. Darunter auch Klein Rodenslebens Ortschef Norbert Hoße. "Mal sehen ob wir dieses Aufgebot nächstes Jahr toppen können", meinte er. Seine Gemeinde feiert 2013 vom 3. bis 5. Mai 1125-jähriges Bestehen. "Dabei ist freilich auch ein Umzug geplant", kündigte Hoße an, der die Impressionen des Umzuges ebenfalls mit seiner Kamera im Bild festhielt.

   

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