Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Bürgermeister Eike Trumpf wünschte gestern einem Duo viel Erfolg. Ein junger Mann wurde in die Verwaltung übernommen, ein anderer startete in die Azubi-Zeit.

Arneburg-Goldbeck l Das Durchschnittsalter der in der Verwaltung tätigen 35 Mitarbeiter der Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinde beträgt 40,57 Jahre. Die in den Vorjahren stetig vollzogene Verjüngungskur ist für Verbandsgemeinde-Bürgermeister Eike Trumpf ein Zeichen, dass auf die Jugend gesetzt wird. Jungen Leuten eine Perspektive zu bieten, ist für die VG eine der wichtigsten Aufgaben. Dass sie dieser gerecht wurde, belegt nicht nur das Durchschnittsalter. Von den bisher 33 eingestellten Auszubildenden seit Beginn der Zeit der Verwaltungsgemeinschaft Anfang der 90er Jahre bis heute wurden 17 und damit rund die Hälfte in ein Arbeitsverhältnis übernommen.

Praktika waren von großem Vorteil

Über einen Arbeitsvertrag freute sich Dominique-Julian Deutsch, der gestern die Tinte unter das von Eike Trumpf übergebene Papier setzte. Der Groß Schwechtener durchlief zuvor in seiner dreijährigen Ausbildungszeit sämtliche Ämter in den beiden Verwaltungshäusern in Arneburg und Goldbeck und reihte sich gestern in die Riege jener ein, die es vom Azubis auf einen Platz des Stammpersonals der Verwaltung brachten. Er ist der 17., der übernommen wurde. Der 19-Jährige, der sich sicher ist, sich von Anfang an "für die richtige Ausbildungsbehörde entschieden zu haben", wird die Mannschaft der Kämmerei verstärken und sich unter anderem mit der Finanz- buchhaltung beschäftigen. Er wird die seit einigen Wochen freie Stelle dieses in Goldbeck ansässigen Amtes einnehmen. "Wir haben bewusst diesen Platz offen gelassen, um ihm eine Chance zu geben", erklärte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister, der von der Arbeit des neuangestellten Verwaltungsfachmannes in dessen Ausbildungszeit angetan war. Nicht nur deshalb lohne sich Engagement. "Wir wollen, dass die jungen Leute in der Region bleiben."

Ähnlich gute Leistungen erwartet Trumpf auch vom "Frischling" der Verwaltung: Der Plätzer Lars Bethge startete gestern seine Ausbildungszeit in der Verbandsgemeinde. Der 16-Jährige, der sich gegen 20 Bewerber durchsetzte, ist froh, in der Heimat eine Stelle anzunehmen, die schließlich auch eine Perspektive bietet.

Von großem Nutzen waren für ihn die zwei Praktika bei der VG, die ihn als Schüler die Erkenntnis brachten, den Beruf des Verwaltungsfachangestellten ergreifen zu wollen. Und auch für die Verwaltung sei es "ein großer Vorteil, weil man ihn kennt."

Der Plätzer, der seine Startphase im Hauptamt absolviert und in der kommenden Woche erst einmal im Stendaler Landratsamt zu einem Einführungskurs antreten wird, erhöht die Zahl der aktuellen Auszubildenden auf sechs. Neben ihm lernt ein Duo im zweiten Lehrjahr und ein Trio nimmt das dritte seit gestern in Angriff.