"Gleiches Recht für alle", meint eine Mehrheit im Diesdorfer Rat. Deshalb sollen bei der Verbandsgemeinde 20000 Euro Förderung für das Erlebnisbad beantragt werden.

Diesdorf l "Wir haben auch nicht einen so tollen Haushalt. Deshalb sollten wir bei der Verbandsgemeinde (VG) auch 30000 Euro Zuschuss für unser Erlebnisbad beantragen, genauso wie Dähre", sagte Diesdorfs Ratsmitglied Daniel Rieck am Dienstagabend während der Sitzung im Rathaus. Bürgermeister Fritz Kloß verwies darauf, dass die Grundlage für eine Bezuschussung die aktuelle Haushaltssituation sei. Die Gemeinde Dähre habe nur 10000 Euro im eigenen Etat zur Verfügung, der Flecken Apenburg-Winterfeld (will einen Antrag auf 20000 Euro Zuschuss stellen - d. Red.) verfüge über eine Rücklage.

Fritz Kloß, gleichzeitig Mitglied des VG-Rates, verwies darauf, dass von den 60000 Euro, die im VG-Haushalt in der Position Abwicklung des Bäderbetriebes eingeplant seien, schon 30000 Euro ausgegeben beziehungsweise verplant seien, für Wasser und Energie sowie in einem Fall für Personalkosten. Es würden also nur noch 30000 Euro zur Verfügung stehen.

"Aus Sicht unserer Gemeinde ist der Vorschlag von Daniel Rieck nicht zu verdenken. Aber wir wissen auch, dass es der Gemeinde Dähre wirklich schwer fällt, ihr Bad aus eigenen Mitteln zu betreiben", sagte Ratsfrau Angelika Scholz. Gemeinderätin Sabine Allnoch gab zu bedenken, dass mit dem Antrag eine andere Gemeinde in Bedrängnis gebracht werde. "Wenn ein Bad erstmal ein Jahr zu ist, dann wird es nicht mehr geöffnet", meinte sie und fügte hinzu: "Wenn wir einen Antrag stellen, dann kriegt wohl keiner was."

Daniel Rieck verwies darauf, dass das Dährer Bad schon mal für ein Jahr zu gewesen sei und es danach wieder aufgemacht wurde. "Wir sind es der Gemeinde Diesdorf schuldig, diesen Antrag zu stellen. Wir sind gewählt, um das Beste für die Gemeinde herauszuholen. Wir können keine Einnahmen verschwenden", verdeutlichte er seinen Standpunkt.

Von 13 anwesenden Ratsleuten stimmten 8 für das Stellen eines Antrages und 5 dagegen. Daraufhin ließ der Bürgermeister über die Höhe der Summe abstimmen. Für 30000 Euro gab es 6 Ja- und 6 Nein-Stimmen. Damit war der Vorschlag von Daniel Rieck abgelehnt. Fritz Kloß brachte den Vorschlag ein, 10000 Euro als Zuschuss zu beantragen. Dafür stimmten lediglich zwei Ratsleute. Daniel Rieck brachte 20000 Euro ins Spiel. Dafür gab es 7 Ja-, 5 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung.