Sanitäter-, Notarzt- und Polizeiaufgebot am Donnerstagabend in Mechau: Ein Hund hatte einem Kind ins Gesicht gebissen. Nach einer Operation in der Uniklinik ist es auf dem Weg der Besserung. Das Tier muss nun an die Leine.

Von Helga Räßler

Mechau l Das fast dreijährige Kind aus Mechau, das am Donnerstgagabend beim Spielen von einem eineinhalbjährigen Rüden ins Gesicht gebissen worden war, wurde in der Magdeburger Uniklinik operiert. Es soll ihm nach Volksstimmeinformationen den Umständen entsprechend wieder besser gehen.

Dass es überhaupt zu dem Vorfall kam, bedauert die Hundehalterin Bettina Stachow sehr. "Es hat vorher nie Auffälligkeiten gegeben, meine beiden eigenen Kinder - 3 und 5 Jahre alt - sind mit dem Hund vertraut", erklärte sie gestern auf Volksstimme-Nachfrage.

Dabei handelt es sich um den erwähnten eineinhalbjährigen kaukasischen Schäferhundrüden mit Leonberger Einschlag namens Wuffi. Auch die gleichaltrige ebenfalls kaukasische Schäferhündin mit Bernersennen-Einschlag namens Bella gehört zur Familie.

"Wahrscheinlich ist das Kind den vier erst einen Monat alten Welpen zu nahe gekommen", vermutet die Tierhalterin. Sie und die Mutter des Kindes, die beide wie schon des Öfteren zu Besuch da waren, hatten einen Augenblick weggeschaut. Durch das Knurren sowie lautes Weinen seien sie sogleich aufmerksam geworden und hatten eingegriffen.

Eine 15 Zentimeter lange Bisswunde wurde umgehend von den herbeigerufenen Rettungssanitätern notversorgt. Dann folgte der Transport ins Klinikum Salzwedel, von wo es an die Uniklinik nach Magdeburg ging. Dort erfolgte die Operation.

Nachdem der Hund zugeschnappt hatte, ließ er sofort von dem Kind ab und war ausgesprochen friedlich. Schon zuvor hatte er keine Aggressionen oder Auffälligkeiten gegenüber Personen gezeigt. Deshalb durfte er bei seinen Besitzern bleiben.

Polizeisprecher Frank Semisch mahnte jedoch alle Eltern von kleinen Kindern, diese nicht mit Hunden spielen zu lassen. Die Tiere könnten bei bestimmten Handlungen wie Anpusten oder anderen körperlichen Handlungen aus reinem Reflex zuschnappen.

Das Ordnungsamt der Einheitsgemeinde Arendsee war gestern vor Ort und erteilte Auflagen zur Hundehaltung. So sollen Wuffi und Co künftig an der Leine gehalten werden. Auf dem Stachowschen Hof in Mechau leben außer den Hunden auch Hühner und Schafe sowie Pferde.