Der diesjährige Abiturjahrgang der Jeetzeschule hat ein fabelhaftes Ergebnis erzielt. Alle Schüler haben die Prüfungen bestanden. Der Notendurchschnitt auf den Zeugnissen liegt bei 1,975.

Salzwedel l Zwölf Jugendliche sind in diesem Jahr an der Salzwedeler Jeetzeschule zu den Abiturprüfungen angetreten. Alle haben bestanden. Ein hervorragendes Ergebnis im Vergleich zum ersten Abiturjahrgang 2014. Der diesjährige zeichnet sich aber nicht nur dadurch aus, dass alle Schüler ihre allgemeine Hochschulreife in der Tasche haben. Die Absolventen haben darüber hinaus gute Abschlüsse erzielt. Bei acht Schülern stehe eine "1" vor dem Komma, bei den anderen vier eine "2", erklärt Schulleiterin Antje Pochte. Die Durchschnittsnoten der Jugendlichen bewegen sich alle zwischen 1,4 und 2,9. Das ergibt für diese Abschlussklasse einen Gesamtschnitt von 1,975. "Das war eine sehr leistungsstarke Klasse. Das ist nicht jedes Jahr zu erwarten", schätzt Antje Pochte ein.

Rahmenbedingungen zum Vorjahr verbessert

"Die Schüler haben ein Spitzen-Abi hingelegt unter Bedingungen, die nicht ganz einfach waren", resümiert die Schulleiterin. Konkret heißt das, dass die Prüflinge bei ihren mündlichen Tests vor einer größtenteils fremden Kommission saßen, die sich aus Lehrern des Jahngymnasiums, der Gymnasien Beetzendorf und Gardelegen sowie der freien Schule Anhalt in Köthen zusammensetzte. Mit dieser Situation seien die Jugendlichen jedoch souverän umgegangen, erklärt Berthold Schulze, Geschäftsführer der Jeetzeschule. Außerdem haben die Fachbetreuer alle schriftlichen Prüfungen, obwohl sie drei Mal - auch von externen Korrektoren - kontrolliert wurden, unter die Lupe genommen. Und das vor den mündlichen Prüfungen. "Auf Nachfrage beim Landesschulamt erhielten wir die Auskunft, dass das bei keiner anderen Schule im Land so praktiziert wurde", erläutert Berthold Schulze. Dennoch haben sich die Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr verbessert, sind sich Pochte und Schulze einig.

Bessere Vorbereitung für Schüler möglich

Der Prüfungsvorsitzende Ralf Hoppstock, stellvertretender Schulleiter des Jahngymnasiums, habe alles souverän gemacht, erklärt der Geschäftsführer und bedankt sich dafür bei ihm und allen weiteren Lehrkräften. Außerdem standen in diesem Jahr die Prüfungsausschüsse früher fest und wurden nicht erst kurz vorher bekanntgegeben. "Wir konnten die Schüler so besser beruhigen", erläutert Antje Pochte und ergänzt: "Es war ein Schatz, dass uns im Jahresverlauf die Fachbetreuer in Deutsch und Physik besucht und Tipps gegeben haben, wie wir die Schüler noch besser auf Prüfungen vorbereiten können." Alles in allem seien die Abschlussprüfungen fair abgelaufen, auch wenn es für die Schüler nicht einfach gewesen sei, meinen die Schulleiterin und der Geschäftsführer.

Für die Zukunft wünschen sich beide mehr Feedback von Fachbetreuern, die die Tests begleiten. "Es wäre schön, wenn die unterrichtenden Fachlehrer von den Betreuern Rückmeldung erhalten, damit sie wissen, was sie verbessern können", erklärt Schulze.

Für das kommende Schuljahr rechnet Antje Pochte ebenfalls mit etwa zwölf Jugendlichen, die die Abiturprüfungen schreiben. Derzeit besuchen 263 Mädchen und Jungen von der 5. bis zur 13. Klasse die freie Schule.