Hilmsen (ap) l "In Hilmsen stellt sich bei mir das erste Weihnachtsgefühl ein", gestand Gemeindepä-dagoge Bert Hellmund am Sonnabend zu Beginn der Christvesper in dem kleinen Gotteshaus. Die Kirche in dem etwa 60 Einwohner zählenden Wallstawer Ortsteil war am Nachmittag des Heiligen Abends gut gefüllt. Denn die Gläubigen wussten, dass auf sie etwas Besonderes wartet: Livemusik.

Für diese sorgte erstmals ein Streichquintett mit Aila, Anne und Mara Hildebrandt sowie Matilda Knappstein und Rolf Sachs. "Musik machen wir hier schon seit gut 15 Jahren, aber bislang zu dritt", verriet Anne Hildebrandt. Die Kirchenälteste Simone Schnobbel konnte sich erinnern, dass die Idee dazu einst Pfarrerin Margarete Sommer hatte. "Sie sprach uns an, ob wir Lust hätten, Musik zu machen. Das hatten wir", sagte Anne Hildebrandt. Dabei sei es seither geblieben.

Bert Hellmund lobte in seiner Predigt den Fleiß der Hausfrauen, die im Vorfeld des Festes viel zu tun hätten, aber auch das Engagement der Hilmsener, die den Weihnachtsbaum traditionell mit Strohsternen und Engelchen sowie lebendigen Kerzen geschmückt haben. Und er verwies auf die geheimnisvolle Spannung, die sich aufbauen würde, je weiter es auf Heiligabend zugehe. Der Gedanke an eine heile Welt komme auf. "Aber die Welt ist nicht heil. Es gibt auch heute Menschen, die einsam und deshalb traurig sind, denen es nicht gut geht", sagte er. Bert Hellmund äußerte drei Wünsche: "dass ein paar dunkle Ecken auf Erden verschwinden, dass das Licht des Himmels bis in unsere Herzen vordringt und dass uns die Hoffnung, die hinter der Weihnachtsbotschaft steht, auch 2012 nicht verlässt."

Den Anwesenden machte es sehr viel Freude, solch bekannte Weihnachtsweisen wie "O du fröhliche", "Vom Himmel hoch", "Es ist ein Ros entsprungen" oder "Stille Nacht" zur Streichermusik zu singen. Als dann eine Frau eine Zugabe forderte, vertröstete Anne Hildebrandt ob der kalten Temperaturen im Gotteshaus aufs nächste Jahr.

 

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