Der Barbyer Kneipp-Verein ist in erster Linie für seine Gesundheitskurse und Fahrradtouren bekannt. Was viele Leute nicht wissen: Er spendiert alle Jahre wieder den Kindern in der Vorweihnachtszeit ein Theaterstück.

Barby l "Hat das Stück einen Bezug zur Kneippschen Lehre?", will ich wissen. Günther Knopf, Vorsitzender des Barbyer Kneipp-Vereins, lächelt: "Nein, das muss ja nicht immer so sein. In diesem Fall sollen sich die Kinder einfach nur mal über ein schönes Puppentheaterstück in der Vorweihnachtzeit freuen."

Na gut, lehnen wir Spaß und Alltagsfreude an eine der fünf Maximen des Herren Sebastian Kneipp, die da heißt "Lebensordnung".

Barbys "Kneippianer" sponsern der Kindertagesstätte "Elbespatzen" seit fünf Jahren eine solche Veranstaltung. Mit der Kita wird darüber hinaus eine Kooperation gepflegt, die Kneippsche Werte vermittelt.

Ein selbst geschriebenes Stück für die heimelige Weihnachtszeit

In diesem Jahr waren es Christa Huppertz und Wolfgang Straßburg vom Soziokulturellen Zentrum "Treff", die ihre Puppenbühne "Trullala" in Barby aufbauten. Sie zeigten "Wie der Weihnachtsmann einen Gehilfen fand", das aus eigener Feder stammt. Darin geht es um einen Holzfäller, eine kluge Katze und ein Mädchen, dem die Angst vor dem vermeintlich sonderbaren Waldbewohner genommen wird.

Ein Stück, das so recht in die heimelige Vorweihnachtszeit passt.

Der Barbyer Kneipp-Verein wurde 2000 gegründet und zählt rund einhundert Mitglieder. Vor elf Jahren verschrieben sich 19 Damen und Herren während einer Versammlung in der Reha-Klinik der Verbreitung der Kneippschen Lehre. Diese Gründung sorgte in der Bevölkerung schnell für Interesse. Schon nach wenigen Monaten war die Mitgliederstärke auf über 100 angestiegen.

Der Verein besteht überwiegend aus Frauen. Die zahlreichen Veranstaltungen und Kurse werden nicht nur von den Mitgliedern besucht. Auch vereinsfremde Bürger nutzen die Angebote regelmäßig. Die Übungsprogramme sind streng auf die ganzheitliche Kneippsche Lehre ausgerichtet: Wasser, Bewegung, gesunde Ernährung, Anwendung der Heilpflanzen und Lebensordnung.

"Unser Ziel ist es, die Kneippschen Lehren der Bevölkerung näher zu bringen und sie von der Wichtigkeit des Gesundheitssports zu überzeugen", unterstreicht Günther Knopf.

Er verweist auf den positiven Gruppen-Effekt, der gemeinsame kulturelle und gesellige Veranstaltungen nach sich ziehen würde. Womit auch die Kneippsche Idee einhergeht, die auf der Einheit von Körper, Geist und Seele beruht. "Wir verstehen uns daher auch als eine Organisation zur sinnvollen und gesunden Gestaltung der Freizeit."

Neben gezielten Projekten bei den "Elbespatzen" gründete der Verein in der Grund- und Sekundarschule jeweils eine Kindersportgruppe, die Freude an der Bewegung erzeugen soll.

Die kleinen Zuschauer der Puppenbühne "Trullala" freuten sich auch. Und sie bewegten sich - hauptsächlich, als sie die Handflächen aufeinander schlugen.

   

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