Nach außen ist es ruhig, doch hinter den Kulissen laufen viele Aktivitäten zur Sanierung des Marktbrunnens. Elbufer Förderverein und Stadt haben ihre Zusammenarbeit vertraglich vereinbart. Fördermittelanträge sind gestellt.

Schönebeck l Der Elbufer Förderverein, der sich für die Sanierung des Marktbrunnes vor dem Rathaus einsetzt, und die Stadt haben ihre Aktivitäten bezogen auf das Wasserspiel vertraglich geregelt. Die Öffentlichkeit wurde jetzt darüber informiert, dass ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Parteien geschlossen wurde, in dem das weitere Vorgehen innerhalb der Restaurierungsbemühungen abgestimmt ist. "Maßgeblich geht es darum, wer das Geld sammelt und wer für die nötigen Arbeiten verantwortlich zeichnet", fasst Martin Hennig den Inhalt des Kontraktes verständlich zusammen. Der amtierende Vorsitzende des Elbufer Fördervereins freut sich, dass die Vereinbarung über die "Aufgabenteilung" zustande gekommen ist. "Wir haben so die Möglichkeit, unsere Aktivitäten und Spendensammlungen für den Marktbrunnen gezielt fortzuführen", sagt Martin Hennig. Auch die Stadt bekenne sich klar zu dem 1908 eingeweihten Denkmal vor dem Rathaus.

"Wenn alle drei Stellen, bei denen wir um Fördermittel für den Brunnen werben, uns Geld geben, dann wäre das wie ein Traum."

Martin Hennig, amtierender Vorsitzender des Elbufer Fördervereins

Der Vertrag regelt, dass der Elbufer Förderverein das Geld sammelt, um den Eigenanteil der Stadt für die Instandsetzung des Wasserspiels aufzubringen. Ein im Rathaus in Auftrag gegebenes Sanierungskonzept geht von rund 307000 Euro Gesamtkosten aus. Nach Angaben von Martin Hennig hat sich der Elbufer Förderverein in dem Vertrag verpflichtet, mindestens 45000 Euro aufzubringen. Momentan stehe man bei rund 30000 Euro, so der amtierende Vereinsvorsitzende, der sich zuversichtlich zeigt, auch noch das restliche Geld zusammen zu bekommen.

Ein großer Teil der Kosten soll aber nach Wunsch der Akteure über Fördermittel beglichen werden. Dazu hat der Elbufer Förderverein bereits Anträge gestellt. Mit dem Vertrag ist es möglich, dass die Gruppe Geld für den Brunnen als städtische Einrichtung akquiriert.

Fördermittelanträge bei drei verschiedenen Einrichtungen

Martin Hennig beschreibt, dass Lothar Finke, Friedrich Husemann und er sich bereits mit jeweils einem Fördermittelantrag intensiv beschäftigt haben. Die ehrenamtlichen "Brunnenkämpfer" hoffen, finanzielle Unterstützung vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, von Lotto-Toto sowie von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung zu bekommen. "In allen Einrichtungen sind die Anträge angenommen worden. Doch es würde an ein Wunder grenzen, wenn alle drei gleichzeitig Geld geben", sagt Martin Hennig und macht die Erwartungshaltung seines Vereins deutlich. Weil die untere Denkmalbehörde dem besagten Sanierungskonzept zugestimmt habe, sei eine Förderung durch das Landesverwaltungsamt möglich. Der jetzt mit der Stadt geschlossene Vertrag besiegelt, dass der Elbufer Förderverein das Geld für die Restaurierung zur Verfügung stellt. Die Stadt allerdings ist danach sofort in der Pflicht. So müssen die Arbeiten für die Sanierung ausgeschrieben werden. Die Instandsetzung des Brunnens soll mit der Marktplatzgestaltung und Innenstadtentwicklung einhergehen. Die Experten bei der Stadt müssten alle Konzepte in Einklang bringen und für stimmige Bauabläufe in allen Bereichen sorgen.

Wichtige Legitimation für den Elbufer Förderverein

Der Schönebecker Stadtrat hat bereits in nichtöffentlicher Sitzung dem Vertrag seinen Segen gegeben. Kultur-Dezernent Joachim Schulke bewertet die Vereinbarung mit dem Elbufer Förderverein aus Sicht des Rathauses ebenfalls als wichtig. "Der Vertrag stellt eine wichtige Legitimation für die Arbeit der Gruppe dar. Der Verein sammelt seit Jahren Geld und engagiert sich in vielen Bereichen für den Markbrunnen", so der Dezernent. Er weist auf die verschiedenen Benefizaktionen hin. Joachim Schulke hofft, dass dieses Engagement belohnt wird und die Fördermittelgeber auch den Ansporn der ehrenamtlich Aktiven bewerten.

Martin Hennig erklärt, dass der Verein spätestens bei der Zusage auf Förderung einer der drei Stellen öffentlich wieder auftreten und die weitere Vorgehensweise beschreiben werde.