An die 70 Fans der klassischen Musik waren am Mittwochabend in das Rathaus Egeln gekommen. Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie spielte Serenaden der Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Suk. Am 5. Januar ist das Orchester erneut in Egeln zu Gast und gibt dort im Gymnasium das Neujahrskonzert.

Egeln. Wo sonst das Klingeln der Telefone, das Klicken der Tasten der Computertastaturen und das Rattern der Drucker und Kopierer dominiert, waren am Mittwochabend ganz andere Klänge im Rathaus in Egeln zu hören. Zum ersten Mal fand in dem Saal, in dem sonst die Räte tagen, ein Konzert der besonderen Art statt.

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie spielte Serenaden von Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Suk. Schon im Vorfeld waren alle Eintrittskarten für dieses Konzert ausverkauft. Mit 70 Besuchern war der Rathaussaal gut gefüllt.

Orchester legte den Grundstein für Erfolg

"Mit dem Neujahrskonzert im vergangenen Jahr hat die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie den Grundstein dafür gelegt, dass auch diese Rathausserenade zu einem vollen Erfolg werden konnte", sagte Michael Stöhr, Verbandsgemeindebürgermeister, in seiner Eröffnungsrede. Denn auch das Neujahrskonzert hatte die vielen Fans der klassischen Musik begeistert. "Wer jetzt keine Karte bekommen hat, kann sich den 5. Januar 2011 schon einmal vormerken. Denn dann gibt die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie das Neujahrskonzert wieder in der Aula des Gymnasiums in Egeln", so Stöhr weiter. Gleichzeitig richtete er ein Dankeschön an die Erdgas Mittelsachsen GmbH, die die Rathausserenade unterstützt hat und ohne die diese Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre.

Den Anfang machte die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie mit der Serenade "Eine kleine Nachtmusik" in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach einem kleinen Umbau und Applaus der zahlreichen Zuschauer spielten die Bläser ebenfalls eine Serenade von Mozart – die "Nacht Musique".

Nach der Pause stand eine Serenade von einem Komponisten auf dem Programm, der in unseren Gegenden weniger bekannt ist. Josef Suk lebte von 1874 bis 1935 und ist in Böhmen sehr bekannt. Doch auch dem Egelner Publikum gefiel dieses Stück.

Nach einem nicht enden wollenden Applaus, einer Zugabe und begeisterten Gesichtern im Publikum überreichte Michael Stöhr jedem Musiker eine Rose.

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