Hecklingen l Die Bildung eines Stadtelternrates bewegt momentan nicht nur die Hecklinger Eltern, sondern auch die Gremien der Verwaltung. Bereits im Dezember hatte Ethel-Maria Muschalle-Höllbach in der Sitzung des Groß Börnecker Ortschaftsrates die Gründung eines Stadtelternrates gefordert. Der Grund: "Wenn es in einer Stadt mehrere Kindereinrichtungen gibt, muss ein Stadtelternrat gegründet werden", sagt sie.

Mittlerweile ist das Thema als Antrag der Wählergemeinschaft Hecklingen zur Gründung eines Stadtelternrates auch im Kultur- und Sozialausschuss der Stadt Hecklingen diskutiert worden. Hauptamtsleiterin Heike Ursel-Weishaupt stellte dabei klar: "Stadt und Stadtrat haben bei der Gründung des Elternrates kein Stimmrecht, das machen die Eltern. Momentan sprechen die Eltern miteinander und suchen Kandidaten für ihren Rat." Stadtrat Klaus Riederer würde die Gründung des Rates aber offenbar nur ungern den Eltern überlassen: "Der Anfang kann jetzt nicht einfach den Eltern überlassen werden, der Stadtrat muss da schon ein wenig lenken und steuern."

Das wiederum sah Heike Ursel-Weishaupt ganz anders: "Die Eltern regeln das schon allein, die notwendigen Unterlagen und Vorschriften haben sie. Die Stadt stellt gern die Stimmzettel und die Einladaungen zur Wahl, ansonsten können die Eltern das eben schon ganz gute alleine regeln."

Auch Ethel-Maria Muschalle-Höllbach sah keine Probleme bei der Gründung des Rates. "Die Stadt hat zum Anfang Schützenhilfe gegeben, jetzt ist alles geklärt. Da dürfte nichts mehr schiefgehen", fasst sie ihre Meinung zusammen.

Stadträtin Elke Atzler gab noch zu bedenken, dass der Zeitpunkt einer Wahl zum Stadtelternrat momentan eher ungünstig sei: "Der Rat wird immer für zwei Jahre gewählt, normalerweise am Anfang eines Schuljahres. Ehe alle Formalitäten erledigt sind, ist das Schuljahr 2012/13 so gut wie vorbei." Ethel-Maria Muschalle-Höllbach hakte ein und schlug ein Gespräch mit den betroffenen Eltern vor. "Dann können wir auf den Zeitpunkt hinweisen, aber ob dann noch gewählt wird in diesem Schuljahr oder nicht, das bleibt so oder so den Eltern überlassen", sagte sie. Heike Ursel-Weishaupt stimmte zu und stellte fest: "Wir können den Zeitpunkt auch gar nicht für die Eltern festlegen. Wenn sie noch in diesem Schuljahr wählen wollen, dann sollen sie wählen. Wenn sie sich entscheiden, doch erst zum Anfang des neuen Schuljahres zu wählen, werden wir auch das unterstützen." Von ihrer Seite aus gebe es keine Probleme mehr, nun warte man nur noch auf die Liste mit den Vertretern, die sich zur Wahl stellen.

Die Diskussion um die Gründung des Stadtelternrates wird Montag, 29. April, 18 Uhr im Finanzausschuss fortgeführt. Zur Sprache kommen soll auch eine Abänderung des Antrages der Wählergemeinschaft von einer "Gründung" des Rates hin zur "Unterstützung der Gründung", weil die Stadt kein Mitspracherecht in der Frage hat, ob ein Rat gegründet wird oder nicht.

   

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