Nach dem am vergangenen Sonntag der letzte Vorhang gefallen und der lang anhaltende Beifall der begeisterten Besucher verklungen war, ist die 65. – die Jubiläumstournee – des Zirkus Probst mit einer bunten Programmmischung aus artistischen Leistungen, Tierdressuren und internationaler Clownerie Geschichte.

Staßfurt. Den letzten Auftritt der Jubiläumstournee hatte Renè Warkus, Xylophonkünstler in vierter Generation aus einer Familie mit Staßfurter Wurzeln. Sichtlich beeindruckt zog er sein Fazit: "Die Stadt Staßfurt kann stolz sein, solch einen Zirkus in seinen Reihen zu haben".

Die Vorstellung des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Zirkus war grandios wie eh und je: Alexandra Probst leitete mit ihrer gerittenen ungarischen Post das abwechselungsreiche Programm in der Manege ein, woran sich dann die Truppe Enkhbaatar, die Seilspringen der Extraklasse vorführte, anschloss. Dem folgte die große Ponyrevue von Mercedes Probst mit zwanzig dieser kleinen Vierbeiner in verschiedenen Gruppen, Clown James mit gekonnten pantomimischen Einlagen, welche auch ohne Worte große Lachsalven hervorriefen, und eine Tempojonglage der Gruppe Bactima, bei der die Artisten scheinbar mühelos durch die Luft wirbelten.

Im Anschluss war die Manege frei für Rüdiger Probst und seinen beeindruckenden Exotenzug mit Kamelen, Lamas, Steppenzebras und seltenen Elenantilopen, um nur einige zu nennen. Den abschließenden Höhepunkt vor der Pause bildete die lustige Haustierrevue von Alexandra und Mercedes Probst. Ziegen, Schafe, Esel, Schweine, Hühner und als Star Wildschwein "Edmund" brachten die kleinen und großen Besucher zum Lachen und zum Staunen.

Nach der Pause präsentierte sich Rüdiger Probst als Herr der Tiger mit seiner außerordentlichen Dressur von sechs sibirischen Exemplaren dieser Gattung, die einen unnachahmlichen Hauch von Exotik und Gefahr in die Manege brachten. "Ich muss mich jeden Tag auf das Neue auf jedes meiner Tiere einstellen", erläuterte der erfahrene Tierlehrer. Denn wo der Respekt der Tiere aufhört, fängt die Gefährlichkeit an, so Probst.

Danach ging es in rasanten Tempo mit atemberaubenden Tricks des Duos Ulan auf dem Trapez hoch unter der Zirkuskuppel, der Wildwest-Show von Mercedes und Company und Schleuderbrettartistik par Exzellenz der Truppe Enkhbaatar, die bei Sprüngen in Perfektion für Nervenkitzel und Spannung sorgten, weiter.

Während die Mitwirkenden des Zirkusses mehr oder weniger ins Winterquartier gehen, arbeitet der Pressesprecher und Marketingverantwortliche Patrick Adolph an den letzten Feinheiten des Programms für 2011.

"Wir werden im nächsten Jahr unseren Zirkusfreunden ein völlig neues Programm bieten", kündigte er an. Unter anderen werden erstmals Spitzenartisten aus Kolumbien und Italien in der Manege vom Zirkus Probst zu sehen sein. Mehr wollte Patrick Adolph aber noch nicht verraten.