Von René Kiel

Güsten/Giersleben. Der Güstener Haupt-, Finanz- und Vergabeausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag- abend klar für den Fortbestand der Verbandsgemeinde Saale-Wipper ausgesprochen. "Wenn wir nicht darum kämpfen, dass die Gierslebener bei uns bleiben, ist das der Anfang vom Ende unserer Verbandsgemeinde", sagte Bürgermeister Helmut Zander (SPD) unter Hinweis auf die Bestrebung von Gierslebener Bürgern, die Saale-Wipper-Gemeinde in die Stadt Aschersleben einzugemeinden.

Die Verbandsgemeinde habe ihre Zusage eingehalten, die Schulen und die Kindertagesstätten zu erhalten, sagte Zander. Das sei aber nicht ganz einfach gewesen. "Denn die Stadt Aschersleben hatte alle Eltern in Klein und Groß Schierstedt angeschrieben, ihre Kinder nach Aschersleben umzumelden", sagte der Bürgermeister. Der Schulausschuss habe aber deutlich gemacht, dass er auf die Einhaltung der Verträge bestehe. Das bedeute, dass die Klein Schierstedter Kinder noch bis zum Schuljahr 2011/2012 und die Groß Schierstedter bis 2017/2018 nach Giersleben fahren müssen. "Wenn die Gierslebener nach Aschersleben gehen, gilt unsere Vereinbarung nicht mehr", betonte Zander in Anspielung auf die Grundschüler aus den Ortsteilen Amesdorf und Warmsdorf, die nicht die Schule in Güsten, sondern weiterhin die in Giersleben besuchen.

Zander drängt darauf, dass die Gierslebener Kommunalpolitiker mit den Antragstellern des Bürgerbegehrens pro Aschersleben ins Gespräch kommen: "Wir müssen ihre scheinheiligen Argumente entkräften."

Amesdorfs Ex-Bürgermeister Wolf Beinroth sagte: "Die Entwicklung in Giersleben macht mich tief betroffen und traurig." Er traue sich schon gar nicht mehr durch das Dorf zu gehen, weil er damals für den Verbund mit Giersleben geworben hatte. "Ich erwarte von der Putzfrau bis zum Spitzenbeamten, dass wir für die Verbandsgemeinde kämpfen", so Beinroth,

Hans Pfeiffer (SPD-Fraktion) forderte Verbandsgemeindebürgermeister Steffen Globig auf, die Probleme, die in der Feuerwehr Giersleben lägen, zu klären.