Der inzwischen 135 Mitglieder zählende Theaterförderverein hat sich auch im vergangenen Jahr wieder stark für das Salzlandtheater der Stadt engagiert und damit diese kleine, aber feine Spielstätte am Leben erhalten. Hinzu kamen weitere dringend notwendigen Sanierungsarbeiten. Eine Bilanz wurde Dienstagabend auf der Jahreshauptversammlung gezogen, an der auch der Landtagsabgeordnete Johann Hauser (FDP) und Oberbürgermeister René Zok teilnahmen.

Staßfurt. "Es ist sehr beeindruckend, was die Stadt Staßfurt und ihre Bürger zur Bewahrung des Theaters leisten", lobte Hans-Josef Mangold, der Verwaltungsdirektor der Weltkugel-Stiftung, der das Gebäude gehört, die Aktivitäten des Vereins.

Diese können sich wirklich sehen lassen. "Wir haben hier rund 250 000 Euro investiert", berichtete das für Technik und den Bau zuständige Vorstandsmitglied Siegfried Wiertschok. Er habe sich gemeinsam mit Hans Magenheimer auf die Fahnen geschrieben, das Theater zu erhalten und die Fixkosten zu senken.

Zurzeit werde die Außenfassade des ehemaligen Bürgermeisterhauses saniert. Dafür stelle die Weltkugel-Stiftung 25 000 Euro zur Verfügung. Das Land hatte für alle Maßnahmen insgesamt 138 500 Euro an Fördermitteln beigesteuert, so Wiertschok, der allen Sponsoren und Förderern, insbesondere der Weltkugel-Stiftung, der Sparkassen-Stiftung und dem BBRZ Rathmannsdorf dankte. Besonders dankbar sind die Mitglieder, dass der Stadtrat trotz knapper Kassen den Zuschuss für das Theater von 68 000 Euro bewilligt hat.

Karin Marzahn schätzte in ihrem Rechenschaftsbericht ein, dass man seit dem vergangenen Jahr viel erreicht habe. Höhepunkte seien die Veranstaltungen mit den TV-Star Hannelore Hoger und Winfried Glatzeder gewesen. Das Schülertheater habe unter neuer Führung an die alten Erfolge anknüpfen können. Schön wäre es, wenn es wieder einen Theaterball geben würde, sagte Marzahn.

Der neue Leiter der Spielstätte, Norbert Viertel, betonte: "Für mich ist wichtig, dass das wunderschöne Theater bekannter wird, damit viele Leute hier her möchten. Ein volles Haus ist für mich die Hauptaufgabe, aber nicht um den Preis, jeden Abend Volksmusik anbieten zu müssen." Das soll auch durch eine neue Internet-Präsentation erreicht werden.

Schatzmeisterin Karla Wackernagel sagte unter Hinweis auf die 2009 zu verzeichnenden Einnahmen von 256 942 Euro Einnahmen: "Aus dem einstiegen Spielbetrieb ist ein großes Wirtschaftsunternehmen entstanden. An Spenden konnten insgesamt 4123 Euro verbucht werden.

"Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in jedem Jahr eine solche Kunst- und Erlebnisbörse haben", sagte Ulla Magenheimer. Etwas Vergleichbares gebe es nirgendwo, so Marzahn.