Hohenerxleben l Vor zwei Jahren gastierte das Leipziger Gewandhaus-Musikerquartett "Opus 4" zum ersten Mal in Hohenerxleben. Beeindruckt von der herzlichen Aufnahme, dem großen Besucherzuspruch und dem nicht endenden Beifall versprach der Quartettleiter und Moderator Jörg Richter damals: "Wir kommen wieder."

Nun lösten die Ausnahmemusiker dieses Versprechen auf Einladung des Hohenerxleber Kultur- und Heimatvereins ein. Unter dem Motto "Blech an der Bode" fand das Konzert direkt unter dem Viadukt der stillgelegten Kanonenbahn in unmittelbarer Nähe der Bode zwischen Hohenerxleben und Löbnitz in einem wunderbaren naturellen Ambiente statt.

Im ersten Teil des Konzertes erklangen klassische Kompositionen, wie die "Renaissance-Suite" in fünf Sätzen von Franco Cesarini, die Motette "Meine Seele erhebt den Herrn" von Heinrich Schütz und die "g-Moll-Suite" von Johann Sebastian Bach. Die noch sommerlichen Temperaturen waren für die zahlreich erschienenen Musikfreunde angenehm, aber die Künstler, etwas außerhalb des prachtvollen Brückenbaus auf ihrem Podest stehend, hatten mit zeitweilig böigem Wind zu kämpfen, der die Notenblätter ständig aufwirbelte.

Doch sie ließen sich davon nicht beeindrucken.

Im zweiten Teil waren dann bekannte moderne Filmmusiken zu hören. Zum Auftakt erklangen Melodien aus der "West Side Story", geschrieben von Leonard Bernstein. Der US-Film kam 1961 in die Kinos. Natürlich bedurfte es keiner großen Aufforderung an das begeisterte Publikum zum rhythmischen Mitklatschen, ebenso beim folgenden Medley von Georg Gershwin.

Danach stellte der Moderator die Frage an das Publikum, was sie spielen sollten, was in vier Wochen passieren wird. Es kam aber keiner darauf, dass er den "Marionettenmarsch" meinte, da dann bekanntlich die Bundestagswahl stattfindet.

Abschließender Höhepunkt des wunderschönen Konzertes war der "Säbeltanz" von Aram Chatschaturian, welcher ebenfalls mit langem Beifall bedacht wurde.

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