Bernburg (dw). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) besuchte Heiligabend das Polizeirevier Salzlandkreis in Bernburg. Der Landeschef kam dabei mit Polizeidirektor Eckehard Peters und den diensthabenden Beamten ins Gespräch. Darin ging es unter anderem um die Aufgaben der Behörde, um deren Zuständigkeitsbereich, die Dienstplanung und um Spezialgebiete.

So berichtete Peters, wie die Polizei im Salzlandkreis mit 16 Beamten bei der Absicherung der Demonstrationen rund um das Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Gorleben beteiligt war oder den Castortransport durch das Kreisgebiet in der Vorbereitung begleitete. Vom Polizeidirektor erfuhr der Ministerpräsident, wie die Polizei im Salzland aufgestellt ist und wie Kooperationen mit den Dienststellen in anderen Bereichen funktionieren.

Die Landesregierung würdige die Arbeit derer, die besonders an den Feiertagen wie jetzt zu Weihnachten ihren Dienst täten, damit andere friedliche Zeiten erlebten, so Wolfgang Böhmer. Er bezog dabei viele Berufsgruppen mit ein, wie das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Heimen, Mitarbeiter von Versorgern und andere Dienstleister. Zeichen dieser Wertschätzung solle sein Besuch sein. "Den Einsatzkräften der Polizei, aus dem medizinischen Bereich oder der Feuerwehr kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn sie werden meistens zu Einsätzen gerufen, bei denen es Menschen nicht gut geht", sagte der Ministerpräsident. Dann seien oft schnelle Entscheidungen und beruhigende Maßnahmen gefragt, für die die Ausführenden ein besonderes Gespür entwickeln müssten.

Wolfgang Böhmer war zum neunten und letzten Mal Weihnachten im Bundesland unterwegs. Denn im März 2011 stehen in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen an und der Regierungschef kandidiert nicht wieder.