Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) "Bode-Wipper" will auch im kommenden Jahr wieder kräftig in die Erneuerung des Leitungsnetzes und der Anlagen investieren.

Staßfurt l "Es ist uns gelungen, auch für 2014 wieder einen attraktiven Wirtschaftsplan auf die Beine zu stellen", sagte der Geschäftsführer Andreas Beyer. Ziel der Verbandsführung sei es, auch in schwieriger werdenden Zeiten ohne eine Gebührenerhöhung auskommen zu können.

"Die Gebühren bleiben im Vergleich zum Jahr 2013 unverändert."

Beyer: "Die Gebühren bleiben im Vergleich zum Jahr 2013 unverändert. Einzig die Gebühr für die Niederschlagswasserbeseitigung im Abrechnungsgebiet II muss aufgrund des Urteils des OVG vom Mai 2013 neu kalkuliert werden."

Mit Blick in die Zukunft prophezeite der Geschäftsführer, der Verband werde in den nächsten fünf bis zehn Jahren durch den weiter anhaltenden Einwohnerschwund massive Probleme bekommen. Allein durch die letzte Volkszählung habe der WAZV 1350 Kunden verloren.

"Wir müssen uns um die kümmern, die da sind", meinte hingegen der stellvertretende Vorsitzende der Verbandsversammlung, Güstens Bürgermeister Helmut Zander (SPD).

Dem von der Verbandsversammlung beschlossenen, rund 100 Seiten umfassenden Gesamtwirtschaftsplan für 2014 zufolge sollen im Erfolgsplan bei Aufwendungen von 16,130 Millionen Euro Erträge von 16,944 Millionen Euro erzielt werden. Daraus ergibt sich ein Jahresüberschuss von 814 455 Euro. Davon sollen 0 Euro auf die Wassersparte, 468 000 Euro auf das Abwasser-Abrechnungsgebiet I und 346 000 Euro auf das Abwasser-Abrechnungsgebiet II (ehemaliger Abwasserzweckverband "Bodeniederung") entfallen.

Der Vermögensplan, mit dem die Investitionen finanziert werden, geht von Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 8,379 Millionen Euro aus.

Zur Finanzierung der Vorhaben macht sich eine Kreditaufnahme in Höhe von 3,328 Millionen Euro erforderlich. Der Löwenanteil davon, nämlich 2,82 Millionen Euro ist für die Abwassersparte vorgesehen, wobei in das Abrechnungsgebiet II mit 1,456 Millionen Euro knapp 130 000 Euro mehr fließen werden als in Gebiet I.

Die kaufmännische Leiterin des Verbandes, Siegrid Annecke, sagte, der Überschuss soll dafür sorgen, dem WAZV eine stabile Eigenkapitaldecke zur Verfügung stellen zu können. Für 2014 sei kaum noch mit Fördermitteln zu rechnen.

Auf den um 209 000 Euro auf 3,185 Millionen Euro steigenden Personalaufwand eingehend, teilte die Finanzexpertin mit, dass man für die Beitragserhebung eine Arbeitskraft zusätzlich eingestellt habe. Darüber hinaus sei eine Rückstellung für die Altersteilzeit erfolgt.

Im Gegensatz zu den Vorjahren, wo die Mitgliedsgemeinden des ehemaligen Abwasserzweckverbandes "Bodeniederung" horrende Umlagen zur Deckung des nicht gebührenfähigen Aufwandes zahlen mussten, nehmen sich die für 2014 vorgesehenen Beträge beinahe niedrig aus. Der Pro-Kopf-Satz beträgt lediglich 4,35 Euro.

Etwas höher fällt die Umlage zur Deckung der Kosten der Niederschlagsentwässerung der Straßen aus. Dafür verlangt der Verband 17,65 Euro pro Einwohner. Die Verbandsversammlung stimmte allen Beschlussvorlagen zu.