Staßfurt. Die eifrigen Nutzer der seit dem 1. Februar geschlossenen Staßfurter Stadtbibliothek müssen sich weiter gedulden, bis sie dort erneut Bücher und Tonträger ausleihen können.

Wie Oberbürgermeister René Zok (parteilos) der Volksstimme mitteilte, haben die Arbeiten in diesem betreffenden Teil des Jugend- und Bürgerhauses in Staßfurt-Nord länger gedauert als ursprünglich geplant. Dort wurden der alte Fußboden und der Unterboden komplett entfernt und durch neuen Estrich ersetzt. Letzterer braucht noch bis zur zweiten beziehungsweise dritten Kalenderwoche des neuen Jahres, also spätestens bis zum 23. Januar 2011, um richtig auszuhärten, sagte der Oberbürgermeister. Zok: "Und dann kann es ganz schnell gehen."

Schuld an der Misere waren im Frühjahr dieses Jahres üble Gerüche in einigen Räumen, die bei mehreren Bibliotheksnutzern Kopfschmerzen ausgelöst hatten. Schnell wurde bei einer ersten Überprüfung klar, dass die Ausdünstungen von dem neuverlegten Fußboden der renovierten Räume des Bürgerhauses ausgingen. Die vom Gebäudemanagement der Stadt veranlassten drei Messungen der Dekra Halle, eine Luftprobenentnahme in den Innenräumen zur Untersuchung auf flüchtige organische Verbindungen, die Prüfung der Bohrkerne der Fußböden im Bereich der Belletristik und der Buchausleihe in der Kinderbibliothek sowie die Feuchtebestimmung des Zementestrichs an gleicher Stelle ergaben, dass dort ein erhöhter Lüftungsbedarf besteht.

Auf die unangenehmen Gerüche hatte am 17. November 2009 Peter Lentze aus Biere am Volksstimme-Lesertelefon aufmerksam. "Da wird einem richtig übel", sagte er.