Die Tierpension Gröningen plant, einen zweiten Standort in Staßfurt aufzubauen. Nach dem Kauf eines Geländes im Gewerbegebiet beginnt die Auffangstation von Thomas Rozanski den Umbau im Frühjahr und wird Fundtiere Mitte des nächsten Jahres auch in Staßfurt betreuen.

Staßfurt / Gröningen. Die " Tierpension Gröningen " ist als privates Unternehmen neben der Tierbetreuung für den Urlaub vor allem eine Auffangstation für Fundtiere. Bereits seit Jahren kümmern sich Tierpensionsleiter Thomas Rozanski und seine vier Mitarbeiter um das Gebiet des ehemaligen Landkreises Staßfurt und versorgen Fundtiere bis zur Vermittlung an den alten oder auch einen neuen Besitzer. Heute befinden sich acht Hunde dort, maximal können 22 Hunde aufgenommen werden.

Als der Unternehmer nach der Ausschreibung der Stadt Staßfurt den Auftrag zur Fundtierunterbringung wie in den Jahren zuvor erhielt, plant er nun, seine Auffangstation auf Staßfurt zu erweitern.

" Die Tiere, die in Staßfurt gefunden werden, kann ich mit einem weiteren Standort direkt in Staßfurt unterbringen, da die Tiere dann sicher auch in Staßfurt vermisst werden. 90 Prozent der Tiere sind entlaufen und werden vom eigenen Halter bei mir wieder abgeholt ", erklärt Thomas Rozanski. In Absprache und mit Unterstützung des Stadtrates sowie des Oberbürgermeisters René Zok suchte er nach einem geeigneten Gelände und wurde im Gewerbegebiet in der Straße " Am Silberfeld " fündig.

Dort erwarb die Tierpension von der Stadt Staßfurt ein Grundstück von 10 000 Quadratmeter auf dem Gelände des ehemaligen " Kohlehandels " mit Wirtschaftsgebäuden und großen Freiflächen für Außenzwinger und Auslaufgelegenheiten. " Vor dem Wintereinbruch haben wir das Grundstück bereits beräumt und auf Vordermann gebracht ", sagt Rozanski. Bis zur Renovierung und Sanierung der alten Wirtschaftsgebäude muss der Landkreis noch die Nutzungsänderung des Areals absegnen. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Firma muss noch ein Stromanschluss geschaffen werden. Beides dürfte laut Rozanski unproblematisch sein.

Wenn das alles so klappt, wie man sich es in der Tierpension vorstellt, wird nach dem Ende des Frosts gewerkelt und gebaut. " Ab dem Sommer sollen die Staßfurter ihre vermissten Hunde hier abholen können ", ist der Wunsch von Rozanski. Wie viele Zwinger außen und innen eingerichtet werden sollen, ist noch unklar und entscheidet der künftige Bedarf in Staßfurt. Auch Katzen sollen hier ihre speziellen Räume bekommen. Sicher ist für die Pension allerdings die Einrichtung eines Arbeitsplatzes : " Dort soll auch eine Wohnung für den neuen Mitarbeiter entstehen, der gleich auf dem Gelände leben soll, um eine 24-Stunden-Erreichbarkeit zu schaffen ", erklärt er.

Gleichzeitig soll der Sprung nach Staßfurt " eine Erweiterung meines Einzugsgebietes in Richtung Aschersleben, Schönebeck und Bernburg sein ". Mit dem Tierschutzverein Aschersleben, mit dem es laut Rozanski in der Vergangenheit immer wieder " Probleme " gab, wünsche er sich eine bessere Zusammenarbeit - auch künftig in Staßfurt - um die Bereitschaftsdienste und Nachkontrolle bei den Tierhaltern besser organisieren zu können, sagte Thomas Rozanski der Volksstimme.