Erstmals hatte das Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt am Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu einem Adventzauber eingeladen. Bei dieser Veranstaltung wurde den zahlreichen Besuchern eine Menge geboten. Auch das Wetter spielte mit, denn draußen tanzten die Schneeflocken vom Himmel und es war bitterkalt.

Staßfurt. Für die richtige Stimmung sorgten die Frauen vom Singekreis Hohenerxleben unter Leitung von Ina Friebe, die zahlreiche Weihnachtslieder, davon etliche unbekannte, sangen. Im Kellergewölbe des Museums hörten sich die Melodien noch mal so gut an.

Für die Kinder war eine Bastelstraße eingerichtet worden, die Angelika Homann betreute. Wer gern Märchen hörte, war bei der Märchentante Thea Schmidt richtig. Sie hatte es sich im hinteren Kelleraum gemütlich eingerichtet. Auf ihrem Tisch flackerte neben dem dicken Buch mit selbstgeschriebenen Geschichten und Strickzeug romantisch eine Kerze.

Die Künstlerin Judith Balfanz aus Kalbe/Milde, die im Frühjahr im Museum ausgestellt hatte, war gestern noch einmal mit selbstgefertigem Modeschmuck nach Staßfurt gekommen. Außerdem stellten dort Helmut Röber seine Schnitz- und Eberhard Rohde seine Drechselkunst unter Beweis. Heike Hanse zeigte Töpferarbeiten. Handarbeiten präsentierten Annemarie Pietsch und Adelheid Zwanzig. Walter Richter glänzte mit Landschaftsmalereien. Als Aussteller betätigte sich aber auch der Keramikzirkel Staßfurt.

Wer mochte, konnte sich dort aber auch die heimatgeschichtliche Sammlung über die Entwicklung der Stadt Staßfurt sowie die Sonderausstellung Ostprodukte von Michael Woizik anschauen.

Aber auch an das leibliche Wohl hatten die Veranstalter gedacht. Auf dem Museumshof konnte sich jedermann ausgiebig laben.

Museumschef Michael Scholl dankte allen Beteiligten, die die Veranstaltung mit vorbereitet und zu ihrem Gelingen beigetragen haben, für ihre Unterstützung. "Das ist eine besondere Ehre, denn dabei handelte es ich um den ersten Adventzauber", sagte er. Das war der letzte Höhepunkt in diesem Jahr. Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt diese Einrichtung geschlossen, teilte Scholl der Volksstimme mit. Die Pforten öffnen sich aber bereits am 3. Januar wieder.

Dann wird mit Hochdruck an der Vorbereitung der nächsten Sonderausstellungen gearbeitet, die am 16. Januar den Museumsfreunden präsentiert werden sollen. Bis zum 3. März stellen sich dort ein Eisenbahnclub mit der Kleinbahn des Kreises Jerichow I (Eine Renaissance nach 45 Jahren), das Kinderheim Groß Börnecke, die Lebenshilfe Staßfurt (Meine Heimat - darum lebe ich hier gern), die Privat-Musikschule Telge vor.

Mit dabei ist auch Klaus-Dieter Knust aus Löderburg mit Staßfurt aus seiner Sicht.

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