Von Falk Rockmann

Güsten. Wie dringend Hilfe in der ummittelbaren Nachbarschaft benötigt wird, machte jetzt die Notunterkunft der Stadt Güsten deutlich. Die hatte vor zwei Jahren einen Antrag an die Armen-, Alten- und Behindertenstiftung Güsten gestellt, um eine ausgediente Waschmaschine zu ersetzen. "Diesem Wunsch konnten wir zu Gunsten von warmen Schulessen für bedürftige Kinder nicht entsprechen", erklärte Stiftungsvorsitzender Gerhard Malkowski bei einem Vor-Ort-Termin. Die Spenden und Zinserträge aus dem Stiftungskapital würden immer weniger. Umso mehr freue man sich über jede Zuwendung, so Malkowski. "Und wenn‘s ,nur‘ fünf Euro sind." (Konto der Armenstiftung Güsten bei der Salzlandsparkasse: 615 652 786, BLZ: 800 555 00, Verwendungszweck: Spende).

Dank einer Vereinbarung mit dem Staßfurter Essenversorger RiRo und dem Menüservice aus Magdeburg kann die Stiftung nun wieder drei Kindern mehr ein warmes Schulessen täglich bieten. Die ortsansässige Firma Wilutex sponserte zudem Bekleidungsgutscheine, die jüngst zwei Familien übergeben wurden. 90 Prozent des Stiftungserlöses gehen jedoch nach wie vor an die Grund- und Sekundarschulkinder, die sich von Hause aus eine warme Mahlzeit nicht leisten können.

Über eine besonders große Spende konnten sich Christa Braun und ihr Betreuerteam unterdessen in der Notunterkunft freuen. Die Service- und Vertriebsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der Salzlandsparkasse, erfüllte den langgehegten Wunsch nach einer Waschmaschine. Geschäftsführer Matthias Kirchner überbrachte das Gerät, mit dem die 15 Jahre alte Vorgängerin ausgetauscht werden kann. Die Waschmaschine ist täglich mehrmals in Gebrauch. Momentan nutzen drei Männer und eine Frau die Notunterkunft. Die Einrichtung, deren Betreuer Christa Braun, Inge Eckelmann und Gabriele Haberland zudem etwa ein Dutzend Mitbürgern regelmäßig bei Behördengängen oder bei Alltagsproblemen unter die Arme greifen, existiert übrigens seit mittlerweile zehn Jahren. Sehr hilfreich wäre unterdessen ein Fahrdienst, der alle 14 Tage zur Tafel nach Bernburg fahren könnte, da die Frauen kein Fahrzeug zur Verfügung haben, um die Lebensmittel zu holen.