Morgen lassen die Sportler vom SV Sankt Georg Hecklingen die Sektkorken knallen. Grund zum Feiern haben die 140 Mitglieder allemal. Sie gehen zum 20. Ehrentag geschlossen an den Start. Kurz vor Anpfiff ihrer Party wird die Vereinsgeschichte nochmal aufgerollt.

Hecklingen. Fotoalben, Bücher mit unzähligen Zeitungsartikeln fein säuberlich beschriftet, Bilder, die noch eingeklebt werden müssen, Pokale, Trophäen, Urkunden - Der Fundus an Material zur Historie des SV Sankt Georg Hecklingen ist riesig. Gestern kamen die Fakten dazu im Vereinsheim noch einmal auf den Tisch. Vereinschef Thomas Skibbe, Vize-Leiterin Margrit Stöcker und Jugendleiter Torsten Auer packten ihr Wissen aus. Wie es zur Vereinsgründung am 22. November 1990 kam, kann die Führungsspitze ganz genau berichten. Thomas Skibbe erinnert sich. "Zahlreiche ältere und jüngere Sportfreunde der Stadt fanden sich in der Oberschule zur ersten Mitgliederversammlung zusammen. Wolfgang Aurin war der erste Vorsitzende", so der Leiter und er erklärt weiter: "Der Sportverein setzte sich das Ziel, interessierten Bürgern der Stadt die Möglichkeit der Teilnahme an einem organisierten sportlichen Betätigungsfeld zu geben." Damals noch ohne Fußball mit den Sektionen Tischtennis, Kraftsport, der Frauengymnastikgruppe und dem Volleyballteam.

25 Kicker schlossen sich zwei Jahre später an, das erste Pflichtfreundschaftsspiel folgte mit der Zulassung vom Kreisfußballverband 1993.

Zu dem Zeitpunkt hatten die Hecklinger noch keinen eigenen Sportplatz. "Wir sind nach Groß Börnecke gefahren. Unser erstes Spiel war auf dem Betzenberg", weiß Margrit Stöcker. "Kein Strom, kein warmes Wasser, trotzdem waren wir zufrieden", denkt sie gern zurück. Ein Meilenstein der Vereinsgeschichte schloss sich an. Der damalige Bürgermeister Michel Knust verhalf dem SV Sankt Georg in Hecklingen zum eigenen Platz. Die Mitglieder packten kräftig in jeder freien Minute mit an, bauten einen alten Fahrradschuppen zum neuen Vereinsheim um. "Bis zum Heimatfest musste alles fertig sein", berichtet Margrit Stöcker, dass ihr und den anderen damals der Termin im Nacken saß, weil der Fußballplatz als Festwiese genutzt wurde und die neuen Toiletten im Vereinsheims für die Gäste bereitstehen sollten. Mit vereinten Kräften sei alles rechtzeitig fertig geworden.

Heute ist die Festwiese früherer Tage mit feinstem Fußballgrün belegt. Seit zehn Jahren wird ein Rasen gehegt und gepflegt. Zum Üben gehen die Mannschaften auf den benachbarten Bolzplatz, der 2008 mit der Hilfe von Sponsoren gebaut werden konnte.

Genutzt wird er heute nicht selten vom Nachwuchs. Vier Kinder- und Jugendfußballmannschaften gehören zum Verein. Die Arbeit liegt den Trainern am Herzen, auch weil sie das Interesse für den Sport damit im Ort fördern wollen. "Der Fußball soll immer in Hecklingen bleiben. Wir wollen ihn halten", schildert Torsten Auer ein Ansinnen des Vereins. In den letzten 20 Jahren ist den Mitglieder das Ziel zu wachsen, geglückt. Waren 1996 zwölf Kinder im Fußball, sind es heute 50 Spieler. Insgesamt zählte der SV im Gründungsjahr 111 Mitglieder, zwanzig Jahre später sind 140 Hecklinger sportlich unterwegs.

   

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