Am Wochenende ließen Jugendliche am Rondell auf dem Alten Friedhof ihre Gewalt heraus, sorgten für ein Bild der Verwüstung und richteten großen Schaden an (Volksstimme berichtete). Bürgermeister Dr. Rudolf Opitz gab dazu am Mittwoch während der Stadtratssitzung weitere Informationen.

Tangermünde. "Es gibt Augenblicke, da packt mich die kalte Wut", sagt Dr. Opitz und denkt dabei an das Bild der Verwüstung auf dem Alten Friedhof, das sich ihm und Ordnungsamtsleiterin Birgit Herzberg am Sonntagmorgen bot.

Bereits am Abend zuvor hatte er auf dem Weg nach Hause, der ihn durch die Schäferstraße führte, die lauten Jugendlichen gehört. Beim Anblick der enormen Gewalt, die die jungen Menschen hier an den Tag gelegt hatten, ist er im Nachhinein froh, nicht die Konfrontation mit ihnen gesucht zu haben.

Auch Opitz beschreibt noch einmal, zu welchen Taten die jungen Menschen in der Lage waren. "Sie haben die erst wenige Tage zuvor aufgestellten Zaunsfelder nicht einfach auseinandergerissen, sondern teilweise extrem verbogen." Unklar ist ihm und auch den Mitarbeitern des Bauhofes, wie nur von Menschenhand ein einbetonierter Papierkorb aus der Erde gerissen werden kann.

Opitz: "So geht es auf jeden Fall nicht weiter. Wir werden uns wehren und hier null Toleranz üben." Zustimmendes Nicken im Stadtrat.

Fest stehe, so der Bürgermeister, dass sich drei Gruppen am Alten Friedhof treffen würden – die eine mit ihren Autos direkt an der Straße, die zweite wenige Meter daneben auf dem Weg zum Rondell und die dritte direkt auf dem Rondell. Kinder und Jugendliche seien es, einige inzwischen namentlich der Polizei bekannt, nicht nur aus Tangermünde, sondern auch aus den angrenzenden Gemeinden und auch aus Stendal. "Und wir wissen, dass ein Teil von denen auch zum Klientel der ShalomHaus-Besucher gehört", sagt Opitz. Deshalb werde auch das Gespräch mit den Mitarbeitern dieser Einrichtung gesucht werden.

"Auch wir waren als Jugendliche nicht leise und haben sicher mit unserem Gesang den einen oder anderen nachts aus dem Bett geholt", so der Bürgermeister. "Aber auf diese Art und Weise haben wir nicht gefeiert."

Wie die Stadt diesen Aktionen der Jugendlichen künftig begegnen will, wird noch beraten.