Das Sozialkaufhaus "Brauchbar" in Stendal-Süd lockte gestern Nachmittag noch mehr als sonst große und kleine Kunden in die Rostocker Straße. Das Team des vom Verein Aufbruch getragenen Projekts hatte einen Weihnachtsmarkt mit allem Drum und Dran vorbereitet.

Stendal. Jean-Fabrice hatte kein Problem damit, die Wartezeit auf den Weihnachtsmann zu überbrücken. Der Fünfjährige mit den roten Apfelbäckchen spielte entweder mit dem kleinen Plastik-Lkw, den er sich mitgebracht hatte, oder er sprintete eine große Runde durch das Sozialkaufhaus, während Papa Sven und Opa Karl Schönfels die Zeit stoppen mussten. Oder er suchte das Gespräch mit anderen Besuchern des Weihnachtsmarkts, denen er zum Beispiel gern und ausführlich erzählte, was er sich denn vom Weihnachtsmann so wünsche: "Also, vor allem einen Mega-Buddel, das ist so ein Bagger von Bob, und ein Auto mit Fernbedienung. Und die anderen Sachen habe ich jetzt vergessen, aber der Weihnachtsmann wird sie sich schon gemerkt haben."

Jean-Fabrice, der auch im Kindergarten gelernte Gedichte zügig und fehlerfrei rezitieren konnte und über Karate und Fußball, die er in einem Verein betreibt, plauderte, war mit Eltern und Großeltern aus Osterburg nach Stendal-Süd gekommen. Den Weihnachtsmann wollte er dort unbedingt treffen und eine Runde mit der von den beiden Ponys Joschi und Mira gezogenen Kutsche drehen.

Alfred Huber saß auf dem Kutschbock seines malerischen Gespanns. Die kleinen Besucher des Weihnachtsmarkts musste er nicht zweimal zu seinen kostenlosen Rundfahrten einladen. "Möglich gemacht hat das die Wohnungsbaugenossenschaft Altmark", erzählte John Völtzke, neben Margit Baumotte Anleiter des Teams Sozialkaufhaus. Der Stendaler Großvermieter hatte 100 Euro für die Kutschfahrten locker gemacht.

Mit ihren weihnachtlichen Liedern hatten die Kinder der Kita "Regenbogenland" das Markttreiben im Sozialkaufhaus eröffnet. Country-Sänger Locke alias Ralf Linder unterhielt die Besucher, die sich zu Kuchen, Grillwürstchen oder kandierten Äpfeln im Kaufhaus niederließen. Das Puppenspiel vom Kasper und dem Räuber Jaromir kam bei den Kindern gut an. "Onkel Helmut" hatte kleine Schafe mitgebracht, die sich streicheln ließen.

Wer Glück hatte, gewann bei der großen Tombola ein Weihnachtsgeschenk – ein hübsches Möbelstück, Gutscheine oder andere Überraschungspreise.

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