So viele Besucher auf einmal beherbergte das hundert Jahre alte Feuerwehr-Spritzenhaus an der Schönwalder Kirche wohl noch nie. Mehr als 50 waren es, die der feierlichen Eröffnung eines ganz besonderen Höhepunkts am Altmarkrundkurs, aber auch eines ganz persönlichen Traumes beiwohnten.

Schönwalde. Im Namen der Schönwalder Freizeitmalkurse und natürlich des Ortsbürgermeisters Wilfried Horstmann begrüßte Horst Menzel, Initiator der Galerie an der Schönwalder Kirche, die Besucher. Er leitet auch die Malkurse, deren Arbeiten jetzt als Erste dort zu sehen sind. Und weil das über die europäische Gemeinschaftsinitiative geförderte Gebäude weder gedämmt noch beheizt ist, wird es eine reine Sommersaisongeschichte bleiben, erklärte Menzel. "Damit wird die erste Ausstellung in diesem Jahr auch die Letzte sein."

Und doch, dass sie überhaupt zustande kam und soviel Zuspruch fand, das freute ihn sehr. Denn es sei schon lange ein Wunschtraum für ihn gewesen, aus dem alten Spritzenhaus, das ungenutzt vor seiner Haustür stand, etwas Derartiges zu machen. "Ich danke der Gemeinde für ihr Verrauen und den Baufirmen dafür, dass sich alle so mit diesem Objekt identifiziert haben." Große Ausstellungstafeln, die mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen und zum Teil farbig gestaltet sind, laden zum Verweilen und zum Gestalten ein.

Birgit Schäfer, amtierende Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte und Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe "Uchte-Tanger-Elbe" in der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader, sagte: "Wenn das Ihr Traum war und wir daran teilhaben durften, dann bin ich sehr froh darüber. Dies ist ein wirkliches Schmuckstück geworden und ein Kleinod, das den Altmarkrundkurs beleben und uns allen viel Freude bereiten wird."

Erste Ausstellung 2011 in Ruhe vorbereiten

Nachdem Menzel an die vorangenangenen Bauarbeiten an der Kirche im Rahmen des Leader-Projektes "Hoffnungsfenster" sowie die langwierige Sanierung der Ortsdurchfahrt erinnert hatte, sagte auch Schäfer: "2010 ist viel passiert in Schönwalde und alle können jetzt froh sein, wie schön Schönwalde geworden ist."

Zur Einweihung hatte der Groß Schwarzlosener Elektrikermeister Hartmut Eppler ein besonderes Geschenk mitgebracht: Eine alte Staffelei, die sich von der Holzfärbung schon bestens dem alten Gebälk im Inneren der Galerie anpasste. "Die kann gar nicht woanders stehen, als hier", sagte er, während er sie an Horst Menzel übergab.

Bei Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Sekt genossen alle Besucher die neue Ausstellung im alten Spritzenhaus. Und auch wer zufällig vorbeikam im beschaulichen Schönwalde, der konnte nicht übersehen, dass hinter dem großen gläsernen Torbogen im kleinen alten Feuerwehrhaus etwas Besonderes vor sich ging. Dank der Beleuchtung und vor allem dank der vielen Menschen, die sich dort eingefunden hatten.

Nach den vielen Arbeiten an Kirche, Straße und zuletzt am alten Spritzenhaus, die allesamt innerhalb kurzer Zeit passierten, so Menzel, sei Schönwalde jetzt im 21. Jahrhundert angekommen. Und dieses wird sicher noch einige Höhepunkte in der Schönwalder Galerie bereithalten.

Die erste Ausstellung im nächsten Jahr könne er nun in Ruhe vorbereiten, sagt Horst Menzel. Wer sich aber noch in diesem Jahr dort umsehen möchte, der kann sich bei ihm telefonisch unter (039 35) 21 22 52 melden und einen Termin vereinbaren.

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