Stendal (vl) l Zerstörte Brücken, ausgespültes Pflaster, marode Asphaltdecken - das Hochwasser hat an den Straßen des Landkreises Stendal unübersehbar seine Spuren hinterlassen. Bislang hat der Landkreis 18 Bauvorhaben gelistet, deren Beantragung er aufgrund der Flutschäden beim Land vorschlägt. Der Gesamtumfang beläuft sich auf rund 12,25 Millionen Euro, informierte Thomas Müller, Sachgebietsleiter Straßenbau beim Landkreis, den Bau- und Verkehrsausschuss auf dessen Sitzung am Mittwochabend in Stendal.

Die geplanten Maßnahmen reichen vom Neubau der Kreisstraße in Fischbeck über die Reparatur der Tangerbrücke zwischen Demker und Weißewarte bis zur Instandsetzung der Verbindung zwischen der B 188 und dem Schönhauser Damm. Größte Investition wäre der Neubau der Straße zwischen Schelldorf und Buch mit geschätzten 1,65 Millionen Euro, gefolgt von der Reparatur der Straße zwischen Mahlitz und Klietz (1,35 Millionen Euro) und der Verbindung von Neukamern zur Landstraße 18 (1,2 Millionen Euro).

Nicht das Wasser allein sorgte für Millionenschäden

Müller berichtete, dass die Flut 2013 nicht nur durch Wassermassen allein zu Straßenschäden geführt habe. Einige Straßen hätten arg gelitten, weil sie als Umleitungsstrecken und von Einsatzfahrzeugen enorm beansprucht worden seien. Ein Beispiel dafür ist der Abschnitt zwischen Klein Schwarzlosen und Schönwalde.

Die Maßnahmen, die der Landkreis zusammengestellt hat, bildet vorerst nur eine Wunschliste. Gremien werden sie noch prüfen und diskutieren, ehe sie zur Beantragung eingereicht werden. Zudem, so Sachgebietsleiter Müller, sei die Aufnahme weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen.

Die Zerstörungen an Straßen und Brücken sind nur ein Teil der Flutschäden im Landkreis Stendal. Insgesamt belaufen sie sich auf etwa 215 Millionen Euro, rief der 1. Beigeordnete Denis Gruber den Aussschussmitgliedern in Erinnerung. Gut die Hälfte davon entfällt mit rund 110 Millionen Euro auf das Elbe-Havel-Land.