Der Saal des ehemaligen Faser- und Spanplattenwerkes wurde in den vergangenen Wochen mächtig herausgeputzt. Jetzt ist alles startklar für die große Silvesterfeier am Freitag. Gestern bekam der große Veranstaltungsraum seinen letzten Schliff verpasst – die Tische wurden eingedeckt.

Tangermünde. Keine große Silvesterfeier 2010 in Tangermünde? Das konnten sich Burkhard Klipp und Ralf Korte, beide Unternehmer der Stadt, nicht vorstellen. Elbpark-Besitzer Eberhard Könneke hatte in den Jahren zuvor immer zum Jahreswechsel eine große Feier organisiert. Jetzt nicht mehr.

Deshalb suchten und fanden die beiden eine Lösung im Saal des ehemaligen Faser- und Spanplattenwerkes in der Arneburger Straße. Thomas Sturm gehört das Objekt. Er finanzierte in den vergangenen Wochen jegliche Arbeiten, die erforderlich waren, um den Saal wieder flott zu machen und damit den behördlichen Auflagen zu entsprechen.

"Jeden Tag wurde seit Mitte November hier gearbeitet", berichtete gestern Burkhard Klipp. Jahrzehnte hatte er im Elbpark die Musik- und Beleuchtungstechnik bedient. Er wird zur Silvesterfeier am 31. Dezember an dem neuen Standort in der Arneburger Straße für Diskomusik sorgen.

Der große Saal erstrahlt jetzt in neuem Glanz, ist eingeräumt – mit Tischen und Stühlen als Leihgabe aus dem Elbpark, mit Gardinen, Musik- und Beleuchtungstechnik. Die Heizung funktioniert, die Toiletten sind in Ordnung, und es gibt eine Garderobe. Der Parkplatz neben dem Objekt ist vom Schnee befreit. Und die Raucher müssen nicht in die kalte Winterluft verschwinden, für sie wird im Erdgeschoss ein Raum zur Verfügung gestellt. Um Mitternacht dann gibt es nicht nur das versprochene Büfett, sondern noch eine Überraschung vor dem Haus.

Hinzu kommt, dass alle Silvesterparty-Gäste in dem neuen Domizil ein warmes Abendessen bekommen können. Burkhard Klipp und Ralf Korte haben ein Cateringunternehmen mit ins Boot geholt, das mit einer Auswahl an Speisen aufwarten wird. Es darf also gegessen und getrunken werden.

Die Silvesterparty an diesem Standort ist zugleich Auftaktveranstaltung für viele weitere. Zehn bis 15 Anfragen habe es bereits gegeben, sagte Klipp gestern. Um das Haus künftig immer für solche Zwecke nutzen zu können, müsse es jedoch von der Stadt aus dem Industriegebiet genommen werden. Solange das nicht passiert ist, muss für jede Veranstaltung eine Sondernutzung beantragt werden.