Es sind traditionell nur vier Tage, aber sie sind vollgepackt mit allen Zutaten, die ein Weihnachtsmarkt braucht. Von Donnerstag bis Sonntag erfasst vorweihnachtliche Stimmung den Marktplatz, das Rathaus, die Marienkirche und die Wandelhalle des Stadthauses. Täglich um 15 Uhr kommt der Weihnachtsmann.

Stendal. Mit seinen elf Metern wird er ganz bestimmt wieder der längste Weihnachtsstollen der Altmark. Gestern früh war Backstart der Riesenleckerei in der Konditorei Müller in der Breiten Straße. Inhaber Wilhelm Müller und seine Bäckerkollegen Manfred Kappe und Sven Hain wurden beim Kneten von Heinz Ziesmann vom Vorstand des Rotary Clubs unterstützt. Am Sonnabend wird die überdimensionale Stollenstange um 13.45 Uhr von ihrem Entstehungsort zum Marktplatz getragen, wo sie ab 14 Uhr Scheibe für Scheibe zu einem wohltätigen Zweck ver-kauft wird.

Der Stollen hat es in sich. Wilhelm Müller, ebenfalls Rotary-Vorstandsmitglied, und seine Helfer haben den Teig aus 30 Kilo Mehl, 10 Kilo Butter, 25 Kilo Sultaninen und 15 Kilo Mandeln zusammengeknetet. Seit Jahren gehört das spaktakuläre Großgebäck zu den Hauptattraktionen des Stendaler Weihnachtsmarkts.

Am Donnerstag um 15 Uhr werden Oberbürgermeister Klaus Schmotz und der Weihnachtsmann, der mit der großen Drehleiter der Feuerwehr einschwebt, das festliche Markttreiben eröffnen. Der Bärtige im roten Mantel kommt auch an den drei anderen Markttagen jeweils um 15 Uhr und bringt kleine Geschenke für die Kinder mit.

Während Buden, Karussells und ein weihnachtliches Bühnenprogramm den Marktplatz beherrschen, breiten Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge, aus Tschechien und Polen ihre Erzeugnisse in den historischen Sälen und Zimmern des Rathauses aus und lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Weitere Schauplätze sind die Marienkirche und die Wandelhalle des Stadthauses.